Am Sonntag hat die Polizei bei gezielten Verkehrskontrollen in Mühlheim und Offenbach zahlreiche Auto- und Zweiradfahrer überprüft. Dabei stießen die Einsatzkräfte unter anderem auf einen flüchtigen Rollerfahrer, einen Sportwagenlenker ohne Führerschein sowie ein unversichertes Hochzeitsauto. Ziel der mehrstündigen Überwachungsaktion war es nach Behördenangaben, die allgemeine Verkehrssicherheit zu erhöhen und Gefahrenquellen konsequent aus dem Straßenverkehr zu ziehen.
Fluchtversuch auf dem Motorroller endet in einem Wohngebiet
Zwischen 10 und 13 Uhr positionierten sich die Einsatzkräfte zunächst auf der Offenbacher Straße in Mühlheim am Main. Dort ignorierte ein 32 Jahre alter Fahrer eines Leichtkraftradrollers die deutlichen Anhaltezeichen eines Polizisten und flüchtete in Richtung Offenbach. Nach einer kurzen Verfolgung konnten die Beamten den Mann in einem Wohngebiet stoppen. Der Zweiradfahrer gab vor Ort sofort zu, keinen gültigen Führerschein zu besitzen. Die Fahrerlaubnis war ihm laut Polizei bereits zuvor aufgrund etlicher Verkehrsdelikte im laufenden Jahr entzogen worden. Ihn erwartet nun ein Strafverfahren wegen des Fahrens ohne Fahrerlaubnis.
Maserati-Fahrer ohne gültige Papiere gibt medizinischen Notfall an
Am Nachmittag verlagerten die Polizisten ihre Kontrollstelle auf den Spessartring im Offenbacher Stadtgebiet. Dort lotste die Besatzung eines Zivil-Motorrads einen Maserati in die Kontrollzone. Der 52-jährige Fahrer des Wagens konnte kein amtliches Dokument vorweisen und räumte schließlich ein, nicht im Besitz eines Führerscheins zu sein. Zur Begründung gab er an, er habe das Steuer nur kurzzeitig übernommen, da seine Beifahrerin einen medizinischen Notfall erlitten habe. Den hochpreisigen Wagen hatte der Mann nach eigenen Angaben von einem Bekannten geliehen. Gegen den tatsächlichen Halter erstattete die Polizei ebenfalls Anzeige, da er die Fahrt ohne die erforderliche Fahrerlaubnis zugelassen hatte.
Lärmender Mietwagen für Hochzeitsfeier entpuppt sich als unversichert
Kurz vor dem Ende der Kontrollmaßnahmen fiel den Beamten ein 29-Jähriger am Steuer eines Audi R8 auf, der durch seine Fahrweise vermeidbaren Lärm verursachte. Der Mann erklärte bei der Überprüfung, dass er den Sportwagen für eine Hochzeit bei einer Autovermietung gebucht habe. Für den Lärmverstoß muss der Fahrer ein Bußgeld in Höhe von 80 Euro zuzüglich der anfallenden Gebühren zahlen. Bei der Abfrage der Fahrzeugdaten stellten die Polizisten zudem fest, dass die Zulassungsstelle für das Auto bereits eine Anzeige wegen einer fehlenden Versicherungspolice vermerkt hatte. Die Ermittler leiteten deshalb gegen das Vermietungsunternehmen ein Strafverfahren wegen des Verdachts auf einen Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz ein.
Einsatzbilanz umfasst technische Mängel und weitere Regelverstöße
Insgesamt überprüfte die Polizei im Rahmen des Einsatzes 29 Personen in Autos, auf Motorrädern sowie auf Elektro-Tretrollern. Neben den beiden Fahrten ohne Führerschein ahndeten die Beamten drei Verstöße gegen die Versicherungspflicht, wobei ein E-Scooter direkt sichergestellt wurde. Hinzu kamen Strafen für einen Rotlichtverstoß von unter einer Sekunde, die Nutzung eines Mobiltelefons am Steuer sowie das Fahren ohne angelegten Sicherheitsgurt. Bei vier Fahrzeugen beanstandeten die Kontrolleure zudem technische Mängel oder fehlende Unterlagen. Die Fahrer erhielten entsprechende Mängelkarten, da unter anderem Reifen abgefahren waren, Kraftstoff am Vergaser auslief oder nötige Reflektoren sowie Nachweise für Umbauten fehlten.
















