Im Schlosspark Rumpenheim haben die Arbeiten für eine neue, nachhaltige Bewässerungsanlage begonnen. Ziel ist es, die Nachpflanzungen im denkmalgeschützten Park künftig mit gesammeltem Regenwasser statt mit Trinkwasser zu versorgen. Das Projekt soll den langfristigen Erhalt der Grünflächen und Bäume sichern.
Grund für die Maßnahme sind wiederholte Baumverluste durch anhaltende Trockenperioden. Im kommenden Jahr sollen rund 100 klimaresiliente Bäume gepflanzt werden. Diese Jungbäume benötigen in den ersten fünf Jahren eine stabile Wasserversorgung, die durch das neue System gewährleistet werden soll.
„Wir versorgen künftig die Bäume im Schlosspark Rumpenheim auf trinkwasserschonende Weise“, erklärte Baudezernent Paul-Gerhard Weiß. „Dabei wird das Regenwasser der umliegenden Gebäude gesammelt. Ich freue mich, dass wir dieses innovative Projekt zum Erhalt des denkmalgeschützten Parks nun umsetzen können.“
Technisch anspruchsvolle Umsetzung
Das zentrale Element des neuen Systems ist eine Zisterne mit einem Fassungsvermögen von mehr als 60 Kubikmetern. Von dort aus führt eine rund 1.000 Meter lange Ringleitung zu 13 Entnahmestellen im Park. Die Verlegung erfolgt im sogenannten Spülbohrverfahren, bei dem die Leitungen mit einem Wasserstrahl unterirdisch eingebracht werden. Dieses Verfahren schützt die Baumwurzeln und verhindert größere Eingriffe in die Parkoberfläche.
Bereits umgesetzt wurden erste Sondierungen zur Erkundung des Wurzelverlaufs der Altbäume sowie die Installation von Regenwassersammelleitungen und Kontrollschächten. Sollte die Zisterne in regenreichen Zeiten überlaufen, wird überschüssiges Wasser über eine Verrieselungsanlage in den Park geleitet. Dadurch wird zusätzlich die Vegetation versorgt und das Grundwasser angereichert.
Zeitplan und Auswirkungen auf die Umgebung
Die Bauarbeiten finden während der Vegetationsruhe im Herbst und Winter statt und sollen bis Januar 2026 abgeschlossen sein. Der größte sichtbare Bauabschnitt – der Einbau der Zisterne – beginnt im November.
Während der Arbeiten kann es im Bereich der Breiten Straße zu Einschränkungen bei Park- und Zufahrtsmöglichkeiten kommen. Eine entsprechende Beschilderung wird in den kommenden Tagen aufgestellt.
Das Projekt wird mit rund 250.000 Euro vom Bund gefördert.














