Am dritten Septemberwochenende verwandelt sich Offenbach-Rumpenheim abermals in ein Zentrum für zeitgenössische Kunst. Bei der 24. Auflage der lokalen Kunsttage präsentieren Kulturschaffende aus dem In- und Ausland ihre Werke der Öffentlichkeit. Der organisierende Verein Kunst.Ort.Rumpenheim verzeichnet in diesem Jahr so viele künstlerische Positionen wie nie zuvor in der Geschichte der Veranstaltung. Das Festival findet am Samstag und Sonntag, 19. und 20. September, jeweils in der Zeit von 12 bis 18 Uhr statt.
Interaktive Klanginstallation prägt die Ausstellung in der Schlosskirche
Die offizielle Eröffnung der Kunsttage erfolgt bereits am Vorabend, dem 18. September, durch Oberbürgermeister Felix Schwenke und den Leiter des städtischen Kulturamtes, Ralph Philipp Ziegler, in der Schlosskirche. Dort steht die Präsentation des Kunstpreises Diana im Mittelpunkt, dessen Preisgeld traditionell von der Familie Männche gestiftet wird. Der diesjährige Preisträger, der Berliner Künstler Tobias Euler, erweitert den historischen Kirchenraum durch eine eigens konzipierte, interaktive Klanginstallation um eine auditive Dimension. Die seit dem Jahr 2020 vergebene Auszeichnung richtet sich mittlerweile an Bewerberinnen und Bewerber aus ganz Europa.
Historischer Schlosspark bietet Kulisse für großformatige Kunstwerke
Ein zentraler Ausstellungsort ist der umliegende Schlosspark, in dem in diesem Jahr mehr als dreißig Arbeiten unter freiem Himmel zu sehen sind. Die Bandbreite reicht von Skulpturen bis hin zu performativen Installationen. So widmet sich die Düsseldorferin Dagmar Vogt im Monopteros mit ihrer Arbeit der Bedeutung von Schönheit, während Ivan Zubarev eine Skulptur an der gegenüberliegenden Sandsteinsäule präsentiert. Im Türkischen Pavillon stellt Hagen Bonifer eine Installation aus. Textilkunst von Reta Reinl und Irene Anton sowie weitere interaktive Werke ergänzen das breite Angebot auf den Grünflächen. Für interessierte Besucherinnen und Besucher werden an beiden Tagen Führungen über das Gelände angeboten. Treffpunkt ist jeweils die Diana-Statue am Eingang des Parks. Am Samstag um 15 Uhr leitet die Künstlerin und Mitinitiatorin Petra Maria Mühl den Rundgang, am Sonntag um 14 Uhr übernimmt der Vereinsvorsitzende die Begleitung der Gäste.
Verein vergibt erstmals drei neue Auszeichnungen für Parkinstallationen
Eine Neuerung der 24. Auflage ist die Verleihung von drei spezifischen Preisen für Werke, die im Schlosspark ausgestellt werden. Eine Fachjury wählt die Preisträger aus, deren Ehrung am Samstagabend im Gemeindehaus in der Dornbergerstraße stattfindet. Gestiftet werden diese Auszeichnungen von Dr. Heribert Mühl und dem veranstaltenden Verein. Neben den Ausstellungen im Freien öffnen auch in diesem Jahr wieder in Rumpenheim ansässige Künstlerinnen und Künstler ihre privaten Ateliers. Weitere Ausstellungsflächen befinden sich zudem im Gemeindehaus sowie in der Atelieretage des Kunst- und Kulturhauses in der Landgraf-Friedrich-Straße. Der ausrichtende Verein engagiert sich nach eigenen Angaben auch über das Festivalwochenende hinaus im Stadtteil, etwa durch Textinterventionen an Hauswänden, die den gesellschaftlichen Diskurs über demokratische Werte und Toleranz anregen sollen.
















