Das Projekt Rockywood im Offenbacher Hafen ist beim diesjährigen Brownfield Award in der Kategorie Nachhaltigkeit mit dem zweiten Platz ausgezeichnet worden. Der Preis gilt bundesweit als bedeutendste Auszeichnung für die Revitalisierung ehemals industriell genutzter Flächen. Insgesamt hatten sich 14 Projekte beworben.
Transformation vom Hafen zur Modellfläche
Die Entwicklung des Rockywood-Areals begann bereits in den frühen 2000er-Jahren. Ziel war es, das ehemalige Industriegebiet am Mainufer in ein modernes, ökologisch und sozial tragfähiges Stadtquartier zu verwandeln. Die Stadtwerke-Tochter Mainviertel Offenbach GmbH & Co. KG setzte das Projekt gemeinsam mit der Stadt Offenbach um.
„Der Brownfield Award ist für uns mehr als eine Auszeichnung – er ist eine bundesweite Anerkennung für mehr als 20 Jahre nachhaltige Stadtentwicklung in Offenbach“, erklärte Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke. Auch Božica Niermann, Geschäftsführerin der Mainviertel und Leiterin des Amts für Wirtschaftsförderung und Liegenschaften, betonte: „Unser Ziel war es immer, ein zukunftsfähiges Stadtviertel zu schaffen, das nicht nur wirtschaftlich tragfähig, sondern auch ökologisch und sozial verantwortlich ist. Rockywood ist ein herausragendes Beispiel dafür.“
Nachhaltiger Gewerbestandort mit Vorbildfunktion
Mit dem Bau des Rockywood-Komplexes wurde ein neuer Meilenstein in der gewerblichen Entwicklung des Quartiers erreicht. Das Gebäudeensemble in Holzmodulbauweise wurde vom Hamburger Projektentwickler Primus development GmbH in nur elf Monaten realisiert. Zum Einsatz kam ausschließlich nachgepflanztes Holz, das die Umweltbelastung minimiert.
Rockywood wurde in Kooperation mit Eike Becker Architekten geplant und gilt als Modellprojekt für moderne, urbane Gewerbequartiere. Es ergänzt den bereits abgeschlossenen Wohnungsbau im Hafen Offenbach und markiert die nächste Phase der Quartiersentwicklung.
Integration und Kreislaufwirtschaft als Bestandteil des Konzepts
Soziale Nachhaltigkeit ist ein weiterer zentraler Baustein des Projekts. So wurde der Boxclub Nordend e.V., ein überregional bekanntes Gewaltpräventionsprojekt, in den Neubau integriert – mit mietfreier Nutzung für die nächsten 20 Jahre.
Auch die Kreislaufwirtschaft spielt im Rockywood eine zentrale Rolle. Mit dem Einzug des Hubs CIRCLE des Frankfurter Entsorgungsunternehmens Blasius Schuster entstand ein Netzwerk von über 40 Unternehmen, die gemeinsam an nachhaltigen Lösungen im Bauwesen arbeiten. Ziel ist es, Transportwege zu verkürzen und die Recyclingquote zu erhöhen.
Zudem haben mehrere Unternehmen ihren Hauptsitz in das neue Areal verlegt – darunter die Personalberatung Topeople, der Handelsmarketing-Spezialist TMS und die IMPAG Group, ein international tätiger Anbieter von Rohstoffen für die Pharma- und Kosmetikindustrie.
„So hat das Rockywood nicht nur den Brownfield Award 2025 gewonnen, sondern ist auch noch Heimat von gleich drei Firmenzentralen geworden. Das passt rundum zu unserer Strategie für unseren Wirtschaftsstandort Offenbach, die Seele Hessens“, resümierte Oberbürgermeister Schwenke.
















