Die Stadtpolizei Offenbach hatte im Dezember ein breites Einsatzspektrum. In der zweiten Dezemberwoche musste sie bei einer Ruhestörung in einer Bar die Landespolizei hinzuziehen. Beim Eintreffen der Streife versuchten mehrere Personen, sich der Kontrolle zu entziehen. Insgesamt trafen die Beamten vier augenscheinlich minderjährige Jugendliche an. Bei Durchsuchungen wurden Utensilien zum Drogenkonsum, eine Pfefferpistole sowie mutmaßliche Betäubungsmittel festgestellt. Wegen mehrerer erheblicher Gewerbeverstöße wurde der Betrieb geschlossen und versiegelt. Die Jugendlichen übergab die Stadtpolizei an die Landespolizei.
Zahlreiche Verkehrsverstöße festgestellt
Im Bereich der Verkehrsüberwachung kontrollierte die Verkehrspolizei wöchentlich an bis zu 50 verschiedenen Orten die Geschwindigkeit. Dabei wurden je nach Woche zwischen 51 und 275 Verfahren wegen Überschreitens der zulässigen Höchstgeschwindigkeit eingeleitet. Besonders hoch war die Zahl der Verwarnungen wegen Falschparkens in der ersten Dezemberwoche mit 2.038 Knöllchen.
Mehrere Fälle von Alkohol am Steuer
Im Dezember registrierte die Stadtpolizei mehrere Trunkenheitsfahrten. In der ersten Woche fuhr ein Fahrzeug einer Streife in der Waldstraße entgegen. Der Fahrer zeigte deutliche Ausfallerscheinungen, ein Atemalkoholtest ergab 1,44 Promille. Ein weiterer Autofahrer fiel durch dichtes Auffahren, Lichthupe und ein Überholmanöver mit überhöhter Geschwindigkeit auf. Er verweigerte zunächst die Kontrolle; ein späterer Test ergab 1,04 Promille. In beiden Fällen übernahm die Landespolizei die weiteren Maßnahmen.
In der zweiten Dezemberwoche kontrollierten Beamte ein Fahrzeug, das in Schlangenlinien unterwegs war. Dabei stellte sich heraus, dass kein Versicherungsschutz bestand und die Beifahrerin ein abgelaufenes Visum hatte. Das Auto wurde zwangsweise abgemeldet. Bei einem abgesicherten Verkehrsunfall fiel Alkoholgeruch beim mutmaßlichen Verursacher auf, ein Test ergab 1,85 Promille.
In der letzten Dezemberwoche überfuhr ein Fahrer die Haltelinie einer roten Ampel. Eine Messung ergab 0,460 Milligramm Alkohol pro Liter Atemluft. Auch hier folgte eine Anzeige. In einem weiteren Fall reagierte ein Autofahrer im Bereich Obermühlstraße/Seligenstädter Straße stark verzögert und verweigerte einen Atemalkoholtest. Er gab an, das Fahrzeug sei gestohlen, woraufhin die Landespolizei hinzugezogen wurde.
Auffällige Einsätze außerhalb des Verkehrs
Zu einem ungewöhnlichen Einsatz kam es, als eine Streife zu einem seit Stunden mit laufendem Motor abgestellten Fahrzeug gerufen wurde. Im Wagen saß eine verwirrt wirkende Frau, auf deren Schoß Betäubungsmittel lagen. Sie gab an, Drogen konsumiert zu haben und keine Fahrerlaubnis zu besitzen. Der Fahrzeughalter wurde informiert, der Schlüssel sichergestellt und Verfahren eingeleitet.
Erheblichen Lärm verursachten nächtliche Bauarbeiten in einer Lagerhalle im Gewerbegebiet Offenbach Ost. Die angetroffenen Arbeiter konnten keine Genehmigung vorlegen. Um einen Sachschaden zu vermeiden, durften sie den frischen Estrich zunächst fertigstellen. Bauamt und Zoll wurden informiert.
Gewalt, Explosion und verletzte Beamte
In der dritten Dezemberwoche unterstützte die Stadtpolizei die Feuerwehr nach mehreren Falschmeldungen. In einer Wohnung fanden die Beamten einen Mann in einer Blutlache vor, der offenbar alkoholbedingt gestürzt war. Seine Tochter wurde wegen akuter Fremdgefährdung in eine psychiatrische Einrichtung gebracht.
Ebenfalls in dieser Woche wurde eine Explosion an einer Bar in der Berliner Straße gemeldet. Ein unbekannter Täter hatte einen Sprengsatz gegen die Fensterscheiben geworfen. Die Stadtpolizei sperrte den Bereich ab, die Landespolizei übernahm die Ermittlungen.
Zwei Stadtpolizisten wurden bei einem Einsatz wegen eines Streits in einer Wohnung verletzt. Eine Frau griff die Beamten an und schlug einem Polizisten mit einem Schlüssel auf den Hinterkopf. Ein weiterer Beamter wurde im Knie- und Bauchbereich getroffen. Die Frau wurde von der Landespolizei in Gewahrsam genommen.
Reizstoffangriff nahe der Stadtwache
In der letzten Dezemberwoche blockierte ein Auto kurzzeitig die Zufahrt zur Stadtwache. Wenig später entdeckte eine Streife einen weinenden Jugendlichen an einer nahegelegenen Bushaltestelle, der offenbar mit Reizstoff attackiert worden war. Videoaufnahmen zeigten, dass die zuvor anwesenden Personen mit der Tat in Verbindung standen. Das Tatfahrzeug, ein Mietwagen, wurde später gefunden. Die Stadtpolizei fertigte Berichte für die Landespolizei an.
Der Dezemberbericht zeigt eine hohe Bandbreite an Einsätzen, die von Verkehrsverstößen über Ruhestörungen bis hin zu Gewalt- und Explosionsdelikten reichten.
















