Offenbachs Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke ist zum Weltwirtschaftsgipfel nach Davos gereist, um für Offenbach und den Wirtschafts- und Finanzplatz Frankfurt/Rhein-Main zu werben. Schwenke beschreibt die Atmosphäre in Davos als geprägt von internationalen Krisen, der Rolle der USA unter Präsident Trump und Debatten über Künstliche Intelligenz. „Die Welt blickt in Davos vor allem auf die großen Staatschefs und die akuten globalen Krisen. Die Reichen und Mächtigen, allen voran US-Präsident Trump, verändern die Welt. Das war auf dem Weltwirtschaftsgipfel überall zu spüren. Doch auch die Künstliche Intelligenz verändert unsere Welt völlig – ein weiteres Thema, das in diesem Jahr allgegenwärtig war“, sagte Schwenke.
Gespräche mit Unternehmen und Medien
Schwenke nutzte den Aufenthalt nach Angaben der Stadt für Kontakte und Gespräche bei Empfängen und in bilateralen Runden. Genannt werden unter anderem ein Empfang der Citi-Group sowie Termine bei Deloitte und EY. Außerdem führte er Gespräche bei DIE ZEIT und der DFV-Mediengruppe. Schwenke ordnet diese Treffen als Arbeit ein, die oft nicht sofort zu Ergebnissen führe, aber aus seiner Sicht wichtig für die Werbung des Standorts sei.
Begleitung aus der Offenbacher Wirtschaft
In Davos wurde Schwenke von Frank Haug begleitet, CEO und Inhaber der Bodo Möller Chemie Group mit Sitz in Offenbach. Haug sagte: „Davos ist wieder einmal unglaublich spannend. Zukunft wird hier greifbar – egal ob Künstliche Intelligenz, Robotik, Drohnen, Defense oder Longevity. Für all diese Themen bieten wir innovative Lösungen. Dank der Unterstützung unseres Oberbürgermeisters Dr. Felix Schwenke können wir das in dieser besonderen Atmosphäre präsentieren.“
Schwenke betont Rolle der Metropolregion
Der Oberbürgermeister verbindet die Reise mit einem Appell an die Zusammenarbeit in der Region. „Es ist ungemein wichtig, dass sich der Wirtschafts- und Finanzplatz Frankfurt/Rhein-Main in diesen herausfordernden Zeiten international behaupten kann. Das geht nur, wenn wir uns auch als gemeinsame Region begreifen und den Anschluss an die Welt nicht verlieren“, sagte Schwenke. Zugleich hob er Offenbachs Entwicklung hervor: „Offenbach ist Teil dieser Region und zunehmend bedeutsamer für die Region: Die Offenbacher Wirtschaft ist aktuell dynamischer als die deutsche Wirtschaft und die Zahl der Arbeitsplätze in Offenbach ist mittlerweile so hoch wie seit einem halben Jahrhundert nicht mehr.“
Schwenke verweist zudem auf Anerkennung für die Ansiedlung von BYD, das als „weltweit größte Hersteller von Elektroautos“ bezeichnet wird und seine Deutschlandzentrale am Kaiserlei einrichtet. Am Kaiserlei sei außerdem seit vielen Jahren Hyundai mit Deutschland- und Europazentrale ansässig.
Empfang der FrankfurtRheinMain GmbH in Davos
Ein Programmpunkt war der Empfang der FrankfurtRheinMain GmbH International Marketing of the Region (FRM) am Mittwochabend. Die Stadt nennt als Teilnehmer erstmals den deutschen Vizekanzler Lars Klingbeil; im Vorjahr sei erstmals ein Bundesfinanzminister bei der Veranstaltung gewesen. Zudem wird aufgeführt, dass EZB-Präsidentin Christine Lagarde erneut teilnahm. Die Begrüßung habe Frankfurts Oberbürgermeister Mike Josef als Aufsichtsratsvorsitzender der FRM übernommen. Im Mittelpunkt stand eine Paneldiskussion mit Carsten Schneider, Dr. Joachim Nagel, Souad Benkredda und Dr. Josef Aschbacher.
Ziel: Mehr Spielraum für kommunale Aufgaben
Schwenke verknüpft das Standortmarketing mit dem Anspruch, langfristig mehr finanzielle Möglichkeiten für die Stadt zu schaffen. „Eine starke Wirtschaft ist kein Selbstzweck. Es geht für Offenbach vielmehr darum, dass sich langfristig die finanziellen Möglichkeiten der Stadt für die Bürgerinnen und Bürger Offenbachs verbessern“, sagte er. Als Beispiel nannte er die Wohnungsnot und die Mieten. „Wir haben nun, auch dank der Sondermittel des Bundes, den Startschuss für das größte Wohnbauprogramm der GBO seit 30 Jahren geben können. Wir müssen aber in die Lage kommen, viele für die Menschen wichtige Dinge mit eigenem Geld aus dem städtischen Haushalt vorantreiben zu können. Das gilt auch für noch mehr bezahlbares Wohnen. Nur: So etwas kostet richtig viel Geld. Deshalb muss Offenbach weiterhin daran arbeiten, finanziell besser aufgestellt zu sein. Das dauert, das sage ich vom ersten Tag an immer ganz offen, ganz sicher mehr als ein Jahrzehnt. Wir sind, das zeigen alle Zahlen, mittlerweile auf einem richtig guten Weg. Aber wir sind nicht am Ziel und müssen konsequent daran arbeiten.“
















