In Offenbach-Bürgel hat die Stadt erstmals mit einer gezielten Bekämpfung der invasiven Ameisenart Tapinoma Magnum begonnen. Ein vom ESO Eigenbetrieb beauftragter Schädlingsbekämpfer setzte dabei einen Tankwagen mit 5000 Litern heißem Wasser ein, das mit biologischen Zusätzen versehen war. Mit einer Lanze wurde das Wasser direkt in die Eingänge der Nester eingebracht, um auch Eier und Königinnen zu erreichen. Der Einsatz dauerte mehrere Stunden und war als erster Praxistest angelegt, um die Wirksamkeit der Methode zu prüfen.
Schäden an Wegen und Gebäuden
Die Ameisenart gilt für Menschen als ungefährlich, kann aber im Stadtgebiet Schäden verursachen. Sie unterhöhlt Gehwege, Terrassen und Teile der Infrastruktur, die dadurch absacken können. In einzelnen Fällen drangen die Tiere auch in Häuser ein. Das Verbreitungsgebiet war zuvor von einem Gutachter kartiert worden.
Eigentümer sollen mitwirken
Um die Ausbreitung wirksam einzudämmen, setzt die Stadt auf eine gemeinsame Strategie. „Die Eigentümerinnen und Eigentümer möchten wir dafür werben, sich mit der Beauftragung eines Experten zur Bekämpfung von Tapinoma Magnum koordiniert anzuschließen“, erklärte Stadtkämmerer und zuständiger Dezernent Martin Wilhelm. Nur durch ein abgestimmtes Vorgehen von Stadt und Grundstückseigentümern sei eine erfolgreiche Bekämpfung möglich.
Informationsangebot der Stadt
Die Stadt Offenbach hat die Eigentümer im betroffenen Gebiet zu einem Treffen eingeladen, bei dem ein Experte über verschiedene Bekämpfungsmöglichkeiten informierte. Privatpersonen können entweder einen Schädlingsbekämpfer ihrer Wahl beauftragen oder den Empfehlungen des Fachmanns folgen. Weitere Informationen stellt die Stadt auf ihrer Internetseite zur Verfügung: www.offenbach.de/ameisen.
















