Für die vorbildliche Restaurierung eines der ältesten Gebäude im historischen Ortskern von Rumpenheim hat die Stadt Offenbach den Denkmalschutzpreis 2025 an Gudrun Vogt-Schneider und Peter Schneider vergeben. Die Auszeichnung wurde am 13. November überreicht.
Sorgfältige Restaurierung aus dem 16. Jahrhundert
Das Wohnhaus in der Untergasse 13 wurde im Zuge der Sanierung umfassend untersucht und instand gesetzt. Eine dendrochronologische Analyse datierte die Bausubstanz auf die Jahre 1574 bis 1576 und ordnete das Fachwerkgebäude damit der Renaissancezeit zu – ein bislang kaum beachtetes Zeugnis dieser Epoche in Rumpenheim.
Bei allen Arbeiten stand der Erhalt der historischen Substanz im Vordergrund. Tragende Holzelemente wurden überwiegend repariert, defekte Bauteile ausschließlich mit passendem Altholz ersetzt. Auch die rund dreißig Jahre alten Biberschwanzziegel des Dachs fanden erneut Verwendung.
Engagement weit über Standards hinaus
Die Eigentümer begleiteten die Sanierung nicht nur organisatorisch, sondern brachten sich fachlich in das Projekt ein. Vogt-Schneider, die gegenüber dem denkmalgeschützten Haus aufgewachsen ist, sowie Schneider, der sich seit vielen Jahren im Stadtteil engagiert, trugen maßgeblich dazu bei, das historische Gebäude zu erhalten und für die Stadtgeschichte zu sichern.
Preis würdigt Einsatz für historische Bausubstanz
Mit dem Denkmalschutzpreis ehrt die Stadt Offenbach Eigentümer, die sich in besonderem Maße für den Erhalt denkmalgeschützter Gebäude einsetzen und damit über gesetzliche Vorgaben hinaus Verantwortung übernehmen. Stadtverordnetenvorsteher Stephan Färber übergab die Urkunde und die Plakette im Namen der Stadtverordnetenversammlung. Das mit 3.000 Euro dotierte Preisgeld stiftete der Rotary-Club Offenbach.
















