Die Stadtpolizei Offenbach ist im Februar bei mehreren Einsätzen in Wohnungen auf Personen gestoßen, die Hilfe brauchten – oder bereits gestorben waren. In drei Fällen wurden Menschen tot aufgefunden. In zwei weiteren Fällen kam Unterstützung noch rechtzeitig, wie aus dem Monatsbericht der Stadtpolizei hervorgeht.
Nach Angaben im Bericht überprüfte die Stadtpolizei im Auftrag des Sozialamts zweimal Personen, die auf Anschreiben nicht reagiert hatten. Vor einer Wohnungsöffnung wurden zunächst Krankenhäuser und Rettungsleitstellen nach dem Verbleib abgefragt. Da diese Nachforschungen in beiden Fällen ohne Ergebnis blieben, wurden die Wohnungen geöffnet. In beiden Wohnungen fanden die Einsatzkräfte die gesuchten Personen tot auf.
Geruchsmeldung führt zu Wohnungsöffnung
Ein weiterer Einsatz erfolgte nach einer Meldung einer Wohnungsgesellschaft über auffällige Gerüche aus einer Wohnung. Auch hier ließ eine Streife die Tür durch einen Schlüsseldienst öffnen. In der Wohnung wurde eine tote Frau gefunden, die nach Einschätzung der Stadtpolizei bereits etwa zwei Wochen zuvor verstorben war.
Nachbarn schlagen Alarm – Bewohner hilflos gefunden
In zwei Fällen endeten Einsätze nicht tödlich. In einem davon meldeten aufmerksame Menschen, dass ein Nachbar seit Tagen nicht mehr gesehen worden sei. Nachdem die Feuerwehr das Türschloss aufgebrochen hatte, fand die Streife den Bewohner hilflos neben seinem Bett. Ein Rettungswagen wurde alarmiert.
Frau in Klinik gebracht und vermittelt
Ein weiterer Einsatz betraf eine ältere Frau, die nach Angaben im Bericht wohl schon Opfer häuslicher Gewalt geworden war. Eine Streife suchte sie gemeinsam mit einer Mitarbeiterin des Sozialamts in ihrer Wohnung auf. Da niemand auf Klopfen und Klingeln reagierte, öffnete die Feuerwehr die Tür. Die Frau lag körperlich geschwächt und verängstigt im Bett. Sie wurde in eine Klinik gebracht und an ein Frauenhaus vermittelt.















