Die Trinkwasserversorgung in der Stadt und im Landkreis Offenbach ist derzeit gesichert. Dennoch mahnt die Offenbacher Stadtverwaltung die Bevölkerung zu einem bewussten und reduzierten Verbrauch, da die Nachfrage nach dem Ende der Sommerferien witterungsbedingt und durch die Rückkehr vieler Urlauber wieder stark ansteigen könnte.
Regionale Aufbereitungsanlagen verzeichnen weiterhin eine hohe Auslastung
Der regionale Wasserversorger ZWO meldet aktuell, dass seine Anlagen zur Trinkwasseraufbereitung für das Kreis- und Stadtgebiet zu 84 Prozent ausgelastet sind. Die zugehörigen Wasserspeicher weisen derweil einen Füllstand von etwa 90 Prozent auf und sind damit gut gefüllt. Trotz der momentan stabilen Situation, über die sich Bürgermeister Andreas Bruszynski durch regelmäßige Lageberichte informieren lässt, blickt die Verwaltung aufmerksam auf die weitere Entwicklung. Wie der Rathauschef mitteilt, haben die Stadtwerke in der Nachbarstadt Dreieich ihre Warnampel für den Trinkwasserverbrauch bereits wieder auf Rot gesetzt. Auch in Offenbach rechnet die Stadtverwaltung zum Schulstart und bei anhaltend hohen Temperaturen mit einem deutlich steigenden Bedarf.
Konkrete Verhaltenstipps sollen einen drohenden Notstand bei der Versorgung verhindern
Um einen Engpass im Versorgungsnetz abzuwenden, richtet sich Umweltdezernentin Helena Wolf mit einem eindringlichen Appell an die Bevölkerung: „Auch wenn die Temperaturen leicht gesunken sind, bitten wir die Offenbacherinnen und Offenbacher, weiterhin sparsam mit Trinkwasser umzugehen“. Die Verwaltung gibt in diesem Zusammenhang konkrete Ratschläge zur Reduzierung des täglichen Bedarfs heraus. So wird den Bürgerinnen und Bürgern empfohlen, ihre Pflanzen in privaten Gärten maximal zweimal pro Woche zu bewässern. Die Verantwortlichen raten zudem dringend davon ab, heimische Schwimmbecken, Zisternen oder andere Wasserspeicher mit wertvollem Trinkwasser zu befüllen. Wer sein Fahrzeug reinigen möchte, sollte dafür auf Waschstraßen oder Selbstbedienungs-Waschanlagen ausweichen, da der Wasserverbrauch durch die dortige professionelle Technik optimiert ist. Ziel dieser Einschränkungen im Alltag ist es, die Infrastruktur in den kommenden Wochen spürbar zu entlasten. „So vermeiden wir gemeinsam, die Grenze der Kapazität des ZWO zu erreichen und verhindern einen Trinkwassernotstand“, macht Wolf abschließend deutlich.
















