Um die Verkehrssicherheit im Stadtgebiet zu erhöhen, repariert die Stadt Offenbach derzeit gezielt stark beschädigte Gehwege. Ein Großteil der für das laufende Jahr geplanten Maßnahmen ist nach Behördenangaben bereits umgesetzt. Dabei greift die Kommune auf externe Fachfirmen zurück, welche die eigentlichen großflächigen Flächensanierungen ausführen.
Kriterien für die Auswahl der Sanierungsflächen
Aufgrund einer knappen Haushaltslage muss die zuständige Tiefbauabteilung beim Stadtservice der örtlichen Stadtwerke bei den anstehenden Reparaturen klare Prioritäten setzen. Ausschlaggebend für eine Sanierung ist demnach, wie stark die jeweiligen Flächen durch Lastkraftwagen oder hochgeschobene Baumwurzeln in Mitleidenschaft gezogen wurden und wie hoch die Frequenz an Fußgängerinnen und Fußgängern an der entsprechenden Stelle ausfällt. Die Basis für diese Prioritätenliste bilden sowohl Aufzeichnungen der städtischen Straßengeher als auch Hinweise, die Bürgerinnen und Bürger über den Mängelmelder der Stadt einreichen. Die gesamte Steuerung der Baumaßnahmen, von der Auswahl der Abschnitte über die Ausführungsplanung, das Einholen von Angeboten und die Beauftragung bis hin zur Bauüberwachung und Endabnahme, liegt vollständig in den Händen der städtischen Abteilung Tiefbau.
Begrenzte finanzielle Spielräume bei der Instandhaltung
Die Gelder für die Reparaturen stammen aus dem städtischen Investitionsprogramm. Stadtkämmerer und zuständiger Dezernent Martin Wilhelm erläutert die finanzielle Dimension und die Zielsetzung der Arbeiten: „Im Rahmen des städtischen Investitionsprogramms fließen insgesamt 1,6 Millionen Euro in die Unterhaltung von Straßen, Geh- und Fahrradwegen sowie von Ingenieurbauwerken wie Brücken“. Er führt weiter aus: „Ein Teil dieser Mittel wird für die Erneuerung größerer Gehwegflächen eingesetzt, um die Verkehrssicherheit zu verbessern und Stolperstellen zu beseitigen. Die finanziellen Spielräume bleiben angesichts der aktuellen Haushaltlage zwar begrenzt, dennoch arbeiten wir die dringendsten Maßnahmen konsequent ab und verbessern Schritt für Schritt die Situation für die Fußgängerinnen und Fußgänger in Offenbach.“
Abgeschlossene und laufende Bauarbeiten im Stadtgebiet
Während der Sommermonate begutachtet der Stadtkämmerer traditionell die aus dem Investitionsprogramm finanzierten Baustellen. In diesem Jahr besuchte Wilhelm unter anderem die Untere Grenzstraße. Dort informierte ihn Alexander Bartenstein, ein Mitarbeiter der Tiefbauabteilung, über die laufende Sanierung von rund 330 Quadratmetern Gehweg im Bereich zwischen der Hebestraße und der Mühlheimer Straße. Mehrere andere Projekte sind in diesem Jahr bereits vollständig abgeschlossen worden. Dazu zählen Gehwegflächen in der Blücherstraße mit etwa 240 Quadratmetern, auf Höhe der Waldstraße 59 mit 55 Quadratmetern, im Bereich der Carl-Legien-Straße 24 mit 46 Quadratmetern sowie in der Nahestraße mit rund 36 Quadratmetern. Für die Ecke Schubertstraße und Jacques-Offenbach-Straße ist die Reparatur von weiteren 110 Quadratmetern bereits offiziell beauftragt, während sich zusätzliche Abschnitte noch in der Planungsphase befinden.
Städtische Mitarbeiter beheben kleinere Schäden im Alltag
Ergänzend zu den großflächigen Aufträgen an externe Unternehmen kümmern sich die eigenen Mitarbeiter des Stadtservices kontinuierlich um das alltägliche Instandhaltungsgeschäft. Unabhängig von den vergebenen Großaufträgen sorgt das städtische Team täglich dafür, dass kleinere Gehwegschäden, defekte Einfahrten oder Beschilderungen im gesamten Offenbacher Stadtgebiet zeitnah in Eigenregie instandgesetzt werden.
















