Um gefährliche Situationen vor Offenbacher Schulen zu entschärfen, hat das Ordnungsamt auch in diesem Jahr eine Verkehrssicherheitswoche organisiert. An sieben Grund- und Förderschulen wurden in den letzten beiden Novemberwochen Eltern angesprochen, die ihre Kinder mit dem Auto brachten oder zu Fuß begleiteten. Ziel der Aktion war es, das Bewusstsein für sichere Schulwege zu schärfen und riskante Verkehrssituationen zu reduzieren.
Belohnungen für Laufwege, Kritik für riskantes Halten
Lehrkräfte, Eltern und Schülerinnen und Schüler verteilten am Schulbeginn und -ende selbstgebastelte Herzen, Schokolade und Rosen an Familien, die den Weg zu Fuß zurücklegten. Eltern, die mit dem Auto verbotswidrig hielten oder den Verkehrsfluss behinderten, erhielten hingegen symbolische „traurige Smileys“ oder Zitronen. In mehreren Fällen griff die Stadtpolizei ein: Sie leitete 13 Ordnungswidrigkeitsverfahren ein und sprach 15 mündliche Verwarnungen aus. Drei Autofahrer zeigten sich laut Ordnungsamt besonders uneinsichtig.
Zusätzliche Unruhe entstand, als Beamte einen unangeleinten Hund einfangen mussten. Das Tier wurde an den überforderten Halter übergeben, weitere Schritte übernimmt nun die zuständige Fachabteilung.
Präventionsarbeit mit Kindern im Mittelpunkt
Nach Angaben von Schul- und Ordnungsdezernent Paul-Gerhard Weiß ist die Verkehrssicherheitswoche ein zentraler Bestandteil der Präventionsarbeit an Offenbacher Schulen. „Neben den Schulweg-Begehungen der Landespolizei ist die Verkehrssicherheitswoche ein wichtiger Baustein für mehr Sicherheit an beziehungsweise vor den Offenbacher Grund- und Förderschulen. Das besondere an der Aktion ist, dass nicht nur die Eltern auf charmante Art auf ihr Fehlverhalten hingewiesen werden, sondern auch die Kinder etwas über das Verhalten im Straßenverkehr lernen“, sagte Weiß. Er betonte, wie wichtig die jährliche Durchführung sei.
Sieben Schulen beteiligen sich an der Aktion
Wie bereits in den vergangenen 13 Jahren beteiligten sich zahlreiche Einrichtungen an der gemeinsamen Initiative. In diesem Jahr waren dies die Eichendorffschule, Friedrich-Ebert-Schule, Beethovenschule, Waldschule Tempelsee, Grundschule Buchhügel, Uhlandschule und Humboldtschule. Das Ordnungsamt unterstützte die Schulen organisatorisch.
Daniel Krüger von der Geschäftsstelle Kommunale Prävention dankte allen Beteiligten: „Wir sehen immer wieder, wie wichtig Aufklärungsarbeit ist und appellieren, die Kids zu Fuß zur Schule zu bringen. Vor allem im Innenstadtbereich sind diese meist nur wenige Gehminuten.“ Zugleich kündigte er an, dass in Zukunft verstärkt mit Konsequenzen zu rechnen sei, wenn Eltern gegen Verkehrsregeln verstoßen.
Stadt setzt auf nachhaltige Sensibilisierung
Mit der Verkehrssicherheitswoche will die Stadt weiterhin sowohl Aufklärung leisten als auch auf Fehlverhalten im Straßenverkehr reagieren. Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen nach Einschätzung der Organisatoren, dass die Mischung aus pädagogischer Ansprache und ordnungsrechtlicher Kontrolle Wirkung entfalten soll – mit dem Ziel, den Schulweg für Kinder sicherer zu machen.
















