Die U20-Mannschaft der VSG 1880 Offenbach hat ihren Titel bei der Hessischen Mannschaftsmeisterschaft erfolgreich verteidigt. Das Turnier fand vom 16. bis 18. Januar 2026 in der Jugendherberge Kloster Höchst im Odenwald statt. Bereits im Vorjahr hatte das Offenbacher Team erstmals den Landesmeistertitel gewonnen und ging nun als Titelträger an den Start.
Holpriger Auftakt in der Vorrunde
Acht Mannschaften traten in zwei Vierergruppen gegeneinander an. Die jeweils zwei bestplatzierten Teams jeder Gruppe qualifizierten sich für die Finalrunde, in der alle Titelanwärter noch einmal direkt aufeinandertrafen. Für Offenbach begann das Turnier am Freitagabend mit einem Unentschieden gegen das Schachforum Darmstadt. Beim 3:3 ließen mehrere Unkonzentriertheiten einen Sieg ungenutzt, sodass zunächst Kassel und Hofheim die Tabellenführung übernahmen.
Steigerung am Samstag bringt Finaleinzug
Am Samstag zeigte sich die Offenbacher Mannschaft deutlich stabiler. Gegen Hofheim gelang ein klarer 4,5:1,5-Erfolg, anschließend wurde Kassel mit 4:2 besiegt. Damit übernahm die VSG die Tabellenführung und sicherte sich den Einzug in die Finalrunde. Der Sieg gegen Kassel wurde wertungstechnisch übernommen. In der dritten Begegnung des Tages setzte sich Offenbach in einer engen Partie mit 3,5:2,5 gegen Marburg durch.
Entscheidung im direkten Duell
Am Sonntagmorgen kam es zum entscheidenden Aufeinandertreffen mit Bad Homburg. Beide Teams waren bis dahin ungeschlagen. Sepas Zargaran brachte Offenbach zunächst in Führung, während die übrigen Partien überwiegend remis endeten. Beim Stand von 3:2 lag die Entscheidung schließlich bei Sophie Milman, die die längste Partie des Tages spielte. Ein Remis oder Sieg hätte den Titel für Offenbach bedeutet. Milman erspielte sich drei Mehrbauern, erkannte eine Mattdrohung rechtzeitig und führte die Partie zum Sieg. Das 4:2 machte die Titelverteidigung perfekt.
Auszeichnungen und nächste Ziele
Mit dem erneuten Landesmeistertitel qualifizierte sich die U20 der VSG 1880 Offenbach für die Mitteldeutsche Meisterschaft. Dort besteht die Möglichkeit, sich für die Deutsche Vereinsmeisterschaft zu qualifizieren. Besonders hervorgehoben wurde Sophies Milmans makellose Bilanz mit einer hundertprozentigen Punktausbeute. Zudem erhielt Sepas Zargaran einen Brettpreis als bester Spieler auf seiner Position. Die Mannschaft nahm neben Urkunden auch den großen Siegerpokal entgegen.
















