Bei Außentemperaturen von bis zu 40 Grad Celsius setzen die operativen Kräfte des Stadtservices der Stadtwerke Offenbach ihre regulären Arbeiten im Freien fort. Um die gesundheitlichen Belastungen für das Personal abzufedern, stellt das kommunale Unternehmen den Beschäftigten spezielle Ausrüstung zur Verfügung und passt die Dienstzeiten im Rahmen der organisatorischen Möglichkeiten an.
Hitzeschutz und lange Arbeitskleidung bei Außeneinsätzen
Das Personal der Müllabfuhr, der Straßenreinigung sowie der Infrastruktur- und Grünpflege arbeitet derzeit unter erschwerten klimatischen Bedingungen. Tätigkeiten wie das Kehren aufgeheizter Gehwege und Asphaltflächen oder das Bewegen von Abfallbehältern müssen zumeist ohne schattenspendende Bereiche verrichtet werden. Dabei ist das Tragen der vorgeschriebenen Schutzkleidung weiterhin zwingend erforderlich. Dazu gehören Warnwesten sowie Hosen mit langen Beinen, die nach Angaben der Verantwortlichen nicht nur der besseren Sichtbarkeit dienen, sondern die Haut auch vor Sonnenbrand schützen. Als Ausgleich erhalten die im Freien arbeitenden Personen unbegrenzt Trinkwasser und Sonnencreme, auf deren regelmäßige Nutzung die Führungskräfte ausdrücklich hinweisen. Ergänzend teilt der Stadtservice Kopfbedeckungen mit integriertem Nackenschutz aus. Zudem bekommen die Arbeitskräfte spezielle Tücher, die in angefeuchtetem Zustand im Nackenbereich platziert werden und dort über einen längeren Zeitraum kühlend wirken.
Begrenzter Spielraum für frühere Arbeitszeiten
Soweit es umsetzbar ist, verändert der Stadtservice während der aktuellen Hitzeperiode die täglichen Einsatzzeiten. Einer umfassenden Vorverlegung der Schichten in die kühleren Morgenstunden sind jedoch Grenzen gesetzt. Heiko Linne, der Betriebsleiter der ESO Stadtservice GmbH, erläutert die praktischen Hürden: „Wir können aber den Dienstbeginn nicht unbegrenzt nach vorne verlegen. Zum einen haben wir unter unseren Kolleginnen und Kollegen viele Eltern, die die eingespielten Betreuungszeiten für ihre Kinder nicht einfach verändern können. Und zum anderen ist unsere Arbeit oftmals mit Lärm verbunden. Wir können beispielsweise nicht um fünf Uhr morgens die Mülltonnen leeren, während die Bürgerinnen und Bürger bei weit geöffneten Fenstern noch versuchen zu schlafen.“
Anerkennung für die körperliche Leistung der Belegschaft
Angesichts der hohen körperlichen Beanspruchung äußerte sich auch Martin Wilhelm, der als Stadtkämmerer für das zuständige Dezernat verantwortlich ist. Er hebt die Anstrengungen der städtischen Mitarbeiter hervor: „Es ist ein ungeheurer Kraftakt für die Angestellten bei der Müllabfuhr, der Straßenreinigung, der Straßenunterhaltung und im Grünwesen, die auch bei diesen ungewöhnlichen Hochsommertemperaturen weiter ihrer regulären Arbeit nachgehen müssen.“ Zugleich verweist der Kommunalpolitiker auf positive Reaktionen aus der Bevölkerung und ergänzt: „Umso schöner ist es zu hören, dass es viele Bürgerinnen und Bürger gibt, die immer mal ein paar freundliche Worte für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben und diese Leistung auch anerkennen.“















