Trotz Nieselregens haben am Donnerstag, 11. Juni, zahlreiche Kinder und Familien den Weltspieltag auf der Offenbacher Kinder- und Jugendfarm besucht. Unter dem bundesweiten Motto „Spielen verbindet – auch digital“ stand in diesem Jahr die Verbindung von analogem Spielen und digitalen Themen im Mittelpunkt.
Gemeinsam gestaltet wurde der Aktionstag vom Team von CloudHQ, Schülerinnen und Schülern der Käthe-Kollwitz-Schule sowie der Kinder- und Jugendfarm. Dabei ging es nicht um klassische Bildschirmangebote, sondern um Stationen, die digitale Inhalte in gemeinsames, praktisches Spielen übersetzten.
Teamarbeit statt Bildschirmkonkurrenz
Angeboten wurden kooperative Aufgaben wie ein „Offline Multiplayer“, eine Emoji-Challenge und ein „Passwort-Parcours“. Die Kinder sollten dabei gemeinsam Lösungen entwickeln, Rollen übernehmen und miteinander kommunizieren. Nach Angaben der Veranstalter standen nicht Wettbewerb und Leistung im Vordergrund, sondern Teamarbeit, Kreativität und ein erstes Verständnis für Themen wie Kommunikation und Sicherheit in digitalen Räumen.
Ergänzt wurde das Programm durch Sinnesstationen, Gruppenspiele mit dem großen Schwungtuch und Geschicklichkeitsangebote wie Dosenlaufen. Auch bei unbeständigem Wetter blieb der Schwerpunkt damit klar auf Bewegung, Begegnung und gemeinsamem Erleben im Freien.
Aktionstag mit längerem Hintergrund
Die Offenbacher Kinder- und Jugendfarm beteiligt sich seit vielen Jahren an dem bundesweiten Weltspieltag. Organisiert wird dieser vom Bündnis „Recht auf Spiel“ unter dem Dach des Deutschen Kinderhilfswerks.
Der Offenbacher Simon Isser, der dem Beirat des bundesweiten Bündnisses angehört, beschreibt dessen Anliegen so: „Das Bündnis Recht auf Spiel stellt das Recht auf Spiel, wie es in der UN-Konvention für die Rechte des Kindes festgeschrieben ist, aus verschiedenen Perspektiven öffentlich dar.“ Weiter sagt er: „Es tritt dafür ein, die Spielwelten und Spielkulturen von Kindern und Jugendlichen aufzubauen, zu verbessern, zurückzugewinnen und zu sichern. Es will durch Vernetzung, Beratung und Öffentlichkeitsarbeit dazu beitragen, das Recht auf freies Spiel – jederzeit und überall – in Deutschland politisch durchzusetzen und vor Ort mit vielen Partnerinnen und Partnern auch konkret zu verwirklichen.“
Motto auch praktisch eingelöst
Der Weltspieltag auf der Kinder- und Jugendfarm zeigte damit vor allem eines: Dass digitales Lernen und gemeinsames Spielen im echten Raum kein Widerspruch sein müssen. In Offenbach wurde das Motto des Aktionstags nicht theoretisch verhandelt, sondern ganz praktisch ausprobiert.















