Eine verdächtige Reaktion auf ein Streifenfahrzeug der Stadtpolizei hat in der Offenbacher Innenstadt zu einer Verfolgungsjagd zu Fuß und schließlich zur Sicherstellung einer größeren Menge an Drogen geführt. Ein Mann, der beim Erblicken des Wagens flüchtete und sich im weiteren Verlauf auf einem fremden Grundstück bedrohlich vor einem Stadtpolizisten aufbaute, konnte erst durch den Einsatz von Pfefferspray gestoppt werden. In seinem kurz zuvor versteckten Rucksack fanden die Beamten verschiedene Betäubungsmittel.
Flucht durch mehrere Straßen bis über einen Zaun
Der Verdächtige mit einem großen Rucksack war den Einsatzkräften auf der Straße aufgefallen, da er sofort seine Gehrichtung änderte und das Tempo erhöhte, als er den Streifenwagen bemerkte. Als sich die Besatzung dem Mann nähern wollte, um sich ein genaueres Bild von der Situation zu machen, begann dieser unvermittelt zu sprinten. Die anschließende Verfolgung führte durch mehrere Straßenzüge und endete schließlich im Hinterhof eines Gebäudes. Dort versuchte der Flüchtende, die Verfolger abzuweisen, indem er über einen Zaun sprang.
Bedrohung des Beamten erfordert Einsatz von Pfefferspray
Ein Stadtpolizist überwand das Hindernis ebenfalls und stellte den Mann auf dem benachbarten Grundstück. Daraufhin ballte der Verdächtige beide Hände zu Fäusten und ging in bedrohlicher Haltung auf den Verfolger zu. Um den Angriff abzuwehren, setzte der Ordnungshüter sein dienstliches Pfefferspray ein und traf den Mann im Gesicht. Nach der Aufforderung, sich auf den Boden zu legen, wurde der Verdächtige fixiert und auf Waffen sowie Ausweisdokumente durchsucht. Da er durch das Reizgas über starke Schmerzen klagte, alarmierte die Streife über die Leitstelle einen Rettungswagen zur medizinischen Versorgung.
Versteckter Rucksack war voller Betäubungsmittel
Während des Einsatzes fiel den Stadtpolizisten auf, dass der Rucksack, den der Mann beim Sprung über den Zaun noch getragen hatte, verschwunden war. Bei der anschließenden Absuche des Areals entdeckten die Beamten das Gepäckstück versteckt in einer Mülltonne. Im Inneren befand sich eine erhebliche Menge an unterschiedlichen Betäubungsmitteln. Nach der ambulanten Behandlung durch die eingetroffenen Rettungskräfte wurde der Tatverdächtige zur weiteren strafrechtlichen Bearbeitung an eine Streife der hessischen Landespolizei übergeben.
















