Die Stadt und der Landkreis Offenbach verzeichnen für das Jahr 2025 einen spürbaren Zuwachs bei den neu gegründeten Unternehmen. Nach Angaben der Industrie- und Handelskammer belief sich die Gesamtzahl der Gewerbeanmeldungen auf 6.385. Dies entspricht einem Anstieg von acht Prozent oder 473 zusätzlichen Gründungen im Vergleich zum Jahr 2024. Durch diese Entwicklung behauptet die Region weiterhin ihren Status als einer der gründungsstärksten Wirtschaftsstandorte im Bundesland Hessen.
Positive Entwicklung in allen dreizehn Kommunen des Kreises
Die statistische Auswertung zeigt für den Kreis Offenbach einen Durchschnitt von exakt 10,0 Gewerbeanmeldungen pro 1.000 Einwohner. Dabei überstieg in sämtlichen 13 kreisangehörigen Städten und Gemeinden die Zahl der Neugründungen jene der Geschäftsaufgaben. Die kreisfreie Stadt Offenbach verzeichnete mit 12,6 Anmeldungen je 1.000 Einwohner einen noch höheren relativen Wert. Holger Winkler, der bei der Kammer als Teamleiter für die Unternehmensförderung zuständig ist, ordnet die Entwicklung ein: „Die aktuellen Zahlen unterstreichen die hohe Gründungsdynamik in Stadt und Kreis Offenbach. Die große Anzahl neu angemeldeter Gewerbe macht den Unternehmergeist in unserer Region sichtbar“. Zugleich formuliert der Kammervertreter eine Forderung: „Um diese Dynamik zu erhalten, brauchen wir gründungsfreundlichere Rahmenbedingungen und weniger Bürokratie.“
Weiterer Anstieg bei den Gründungen im Nebenerwerb
Bei den Branchen bildeten das Dienstleistungsgewerbe, der Handel sowie der Bausektor die Schwerpunkte der neuen Betriebe. Darüber hinaus spielen wissensintensive und dienstleistungsorientierte Geschäftsmodelle eine zunehmend wichtigere Rolle in der Region. Auffällig ist zudem ein langfristiger Trend zur Selbstständigkeit neben einem bestehenden Angestelltenverhältnis. Die Zahl der Gründungen im Nebenerwerb kletterte in der Stadt und im Kreis Offenbach innerhalb der vergangenen Dekade von 1.700 auf zuletzt 2.555 Anmeldungen. Immer mehr Menschen entscheiden sich demnach dafür, ihr eigenes Geschäft zunächst parallel zu einer festen Beschäftigung aufzubauen.
Weibliche Unternehmerinnen bauen ihren prozentualen Anteil aus
Ein weiterer Trend zeigt sich bei der Betrachtung der Geschlechterverteilung, da Frauen immer häufiger zur wirtschaftlichen Dynamik beitragen. Im Jahr 2025 lag der Anteil weiblicher Gründerinnen bei 31 Prozent. Dieser Wert markiert eine kontinuierliche Steigerung gegenüber den Vorjahren, in denen der Anteil bei 30 Prozent im Jahr 2024 und bei 29 Prozent im Jahr 2023 lag. Vor zehn Jahren, im Jahr 2016, betrug die Quote der Frauen bei den Unternehmensgründungen in der Region lediglich 27 Prozent.
















