In Offenbach hat das Ketteler-Krankenhaus nach einer einwöchigen Überprüfung erneut ein anerkanntes Qualitätssiegel erhalten. Ein unabhängiges Expertenteam bescheinigte der Einrichtung die erfolgreiche Re-Zertifizierung nach den Vorgaben der Kooperation für Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen. Die Auszeichnung, die nun für die kommenden drei Jahre gültig ist, markiert für das Haus die mittlerweile siebte erfolgreiche Qualitätsprüfung dieser Art.
Unabhängige Experten prüfen sämtliche Stationen und Arbeitsbereiche
Die freiwillige Kontrolle durch die Fachleute umfasste sämtliche Stationen und Bereiche der Klinik. Das zugrundeliegende Zertifikat wurde von Krankenkassen, der Bundesärztekammer, dem Deutschen Pflegerat und der Deutschen Krankenhausgesellschaft entwickelt. Die Prüfer bewerten dabei sechs zentrale Handlungsfelder für den Klinikalltag. Im Fokus der Gutachter stehen die Patientenorientierung bei der medizinischen und pflegerischen Betreuung, die fachlichen und sozialen Kompetenzen des eingesetzten Personals sowie das allgemeine Risikomanagement und die Sicherheit im Gebäude. Zudem fließen die Unternehmensführung, das Informations- und Kommunikationswesen sowie das interne Qualitätsmanagement in die Bewertung ein. In allen untersuchten Kategorien stellten die Experten der Einrichtung ein hervorragendes Zeugnis aus.
Geschäftsführung lobt Einsatz der Belegschaft in der Krise
Für das Offenbacher Krankenhaus fiel das umfangreiche Prüfverfahren in eine angespannte Phase. Die verantwortliche Geschäftsführerin Angelika Heckenthaler hob die Leistung ihres Personals hervor: „Auf dieses Ergebnis sind wir besonders stolz, da es die Zertifizierung nicht nur unsere Leistung präsentiert, sondern auch das enorme Engagement unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter selbst in schwierigen Zeiten“. Für die weitere Ausrichtung der Klinik ergänzte die Geschäftsführerin: „Dafür bedanke ich mich bei der gesamten Belegschaft! Wir werden die hohen Standards der Zertifizierung immer weiterentwickeln. Auch in Zukunft steht in unserem Hause die qualitativ hochwertige und menschliche Versorgung der Patientinnen und Patienten im Mittelpunkt.“
Qualitätsmanagement verweist auf zusätzliche Belastung durch Insolvenz
Die praktischen Vorbereitungen für das Verfahren wurden federführend von Sandy Ernst und Vanita Roth aus dem Qualitätsmanagement der Klinik gesteuert. Ernst ordnete die hohe Belastung für die Angestellten vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Lage des Hauses ein: „Die diesjährige Re-Zertifizierung stellte eine besondere Herausforderung für uns alle dar“. Die zusätzliche Arbeit für das Zertifikat sei parallel zum eigentlichen Pflege- und Medizinbetrieb geleistet worden. Zu den Begleitumständen erklärte Ernst: „Unsere Leistung war ja immer da und alles lief bestens, doch durch die Insolvenz-Situation der letzten Monate befanden wir uns alle in einer Ausnahmesituation. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mussten sich ja neben ihren normalen Aufgaben zusätzlich auch noch dem Re-Zertifizierungsverfahren widmen – und das in dieser Situation. Da war es extrem wichtig, die Motivation in der gesamten Belegschaft hochzuhalten. Die bestandene Zertifizierung für die nächsten drei Jahre ist die verdiente Belohnung.“















