Eine offenstehende Getränkeflasche und ein positiv reagierendes Testarmband nach einem Freibadbesuch in Griesheim beschäftigen seit Montagnachmittag die Polizei. Nachdem ein 13-jähriger Junge seine unbeaufsichtigte Getränkeflasche geöffnet vorgefunden hatte, reagierte ein von der Mutter durchgeführter Schnelltest zu Hause positiv auf fremde Substanzen. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und die Flasche für laborchemische Untersuchungen beschlagnahmt.
Junge verzichtet auf Schluck aus offener Flasche
Der Jugendliche hatte sich während seines Schwimmbadbesuchs im Wasser aufgehalten und seine Flasche am Liegeplatz zurückgelassen. Als er zu seinem Platz zurückkehrte, bemerkte er, dass der Verschluss der Flasche offenstand. Der 13-Jährige bewies in dieser Situation ein hohes Maß an Umsicht: Er trank keinen Schluck mehr aus der Flasche, packte sie ein und vertraute sich unmittelbar nach der Heimkehr seiner Mutter an.
Laboruntersuchung soll Klarheit über Inhalt bringen
Die besorgte Mutter griff daraufhin zu einem sogenannten Drink-Testarmband, um die Flüssigkeit zu überprüfen. Als das Testband eine positive Reaktion anzeigte, alarmierte die Frau gegen 18.30 Uhr die Polizei. Eine Streife rückte an und stellte sowohl die Getränkeflasche als auch das Armband als Beweismittel sicher. Ob sich der Verdacht einer Straftat durch eine manipulierte Flüssigkeit tatsächlich bestätigt, muss nun ein fundiertes chemisches Gutachten klären.
Polizei warnt vor Ungenauigkeiten bei Schnelltests
Die Ermittlungsbehörde nimmt den Vorfall zum Anlass für einen wichtigen Hinweis im Umgang mit gängigen Testarmbändern. Nach Angaben der Polizei dienen solche Produkte ausschließlich als unterstützende Vorsichtsmaßnahme im Alltag. Sie bieten keine zweifelsfreie Sicherheit und können eine professionelle chemische Analyse im Labor nicht ersetzen. So reagieren die Bänder unter anderem auch auf harmlose Farbstoffe oder andere reguläre Inhaltsstoffe in Getränken, was schnell zu verfälschten Ergebnissen führen kann.















