Die Frankfurter Polizei ermittelt nach zwei Vorfällen vom 14. August, die sich gezielt gegen Angehörige der queeren Community richteten. Während in der Innenstadt eine Person nach einer vorangegangenen Beleidigung körperlich angegriffen wurde, schritten die Beamten im Bahnhofsviertel nach massiven Bedrohungen in einem Gastronomiebetrieb ein.
Körperlicher Angriff mit einer Dose in der Innenstadt
Gegen 21.15 Uhr hielten sich eine 42-jährige Person aus der queeren Community und eine weitere Begleitung im Bereich der Kreuzung von Seilerstraße und Klapperfeldstraße auf. Laut Polizeiangaben befand sich hinter ihnen eine dreiköpfige Männergruppe, aus der heraus die 42-jährige Person plötzlich beleidigt wurde. Auf die Nachfrage des Opfers, wer für die Äußerung verantwortlich sei, äußerte sich zunächst einer der Männer. Unmittelbar darauf schlug ein zweiter Tatverdächtiger dem Opfer mit einer Dose gegen den Kiefer. Im Anschluss flüchteten die beiden Männer zu Fuß.
Die Ermittler suchen nun nach den flüchtigen Tätern, die beide auf ein Alter von etwa 20 Jahren geschätzt werden. Der erste Unbekannte war mit einer dunklen Kappe sowie einer dunklen, kurzen Hose bekleidet. Sein Komplize trug ein schwarzes T-Shirt sowie eine schwarze, lange Hose und fiel durch dunkelblonde, lockige Haare auf. Zeugen, die Angaben zu den Beschuldigten machen können, werden gebeten, sich unter der Rufnummer 069 75510100 an das erste Polizeirevier oder an jede andere Dienststelle zu wenden.
Wirt und weitere Männer bedrohen Opfer im Bahnhofsviertel
Bereits wenige Stunden zuvor, gegen 17.25 Uhr, ereignete sich ein weiterer Vorfall in einem Restaurant an der Kaiserstraße im Frankfurter Bahnhofsviertel. Zwei queere Personen im Alter von 25 und 39 Jahren hatten das Lokal aufgesucht, um dort zu essen. Nach Behördenangaben verwies der 41-jährige Wirt die beiden Gäste jedoch des Hauses und sprach dabei Beleidigungen aus. Aus dieser Situation entwickelte sich ein Konflikt, in dessen Verlauf sich zwei weitere Männer im Alter von 25 und 26 Jahren einmischten. Diese sollen die beiden Opfer mehrfach auf sexueller Grundlage beleidigt sowie bedroht haben.
Die herbeigerufene Polizei konnte alle drei Tatverdächtigen noch am Ort des Geschehens antreffen und fertigte gegen sie entsprechende Strafanzeigen an. Im Raum stehen dabei unter anderem der Verdacht der Volksverhetzung, der Bedrohung und der Beleidigung. Die 25 und 26 Jahre alten Beschuldigten mussten die Beamten für die Durchführung weiterer polizeilicher Maßnahmen auf ein Revier begleiten.
















