In den vergangenen 24 Stunden haben sich im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Südosthessen gleich mehrere Verkehrsunfälle mit Wildtieren ereignet. Nachdem es bei Zusammenstößen unter anderem in Offenbach und Langen bei reinen Sachschäden blieb, nehmen die Beamten die Vorfälle zum Anlass, um Verkehrsteilnehmer vor den Gefahren durch querende Tiere zu warnen und auf das richtige Verhalten am Steuer hinzuweisen.
Zusammenstöße mit Rehen auf den Bundesstraßen in Offenbach und Langen
Auf den Straßen in Stadt und Kreis Offenbach verzeichneten die Einsatzkräfte am Dienstag zwei Vorfälle. In den frühen Morgenstunden kollidierte gegen 3.20 Uhr auf der Bundesstraße 448 im Offenbacher Stadtgebiet ein Fahrzeug mit einem kreuzenden Reh. Das Tier überlebte den Aufprall laut Polizei nicht. Am selben Abend ereignete sich gegen 21.15 Uhr ein weiterer Wildunfall auf der Bundesstraße 486 bei Langen. Auch hier war ein Reh in den Zusammenstoß verwickelt. An dem beteiligten Fahrzeug entstand ein Sachschaden in Höhe von rund 3.000 Euro. Die Einsatzkräfte setzten daraufhin den zuständigen Jagdpächter über den Vorfall in Kenntnis.
Weitere Vorfälle mit Sachschäden im angrenzenden Main-Kinzig-Kreis
Auch im benachbarten Main-Kinzig-Kreis rückte die Polizei am Dienstag zu Wildunfällen aus. Auf der Brachttalstraße in Wächtersbach wurde am Morgen gegen 3.40 Uhr ein Waschbär angefahren und verletzt, weshalb ebenfalls der örtliche Jagdpächter alarmiert wurde. Die Schadenssumme an dem Pkw schätzen die Ermittler auf 2.000 Euro. Am späten Abend endete zudem ein Unfall auf der Landesstraße 3179 bei Steinau an der Straße für ein Reh tödlich. Der dortige Sachschaden lag bei etwa 500 Euro. Bei sämtlichen Unfällen in der Region blieben die Fahrzeuginsassen glücklicherweise unverletzt.
Richtiges Verhalten bei Tieren auf der Fahrbahn und nach einer Kollision
Um solche Kollisionen zu vermeiden, raten die Behörden zu einer angepassten und aufmerksamen Fahrweise. Bekannte Gefahrenstrecken sind meist mit dem Verkehrsschild für Wildwechsel markiert oder mit Geschwindigkeitsbegrenzungen versehen. Da diese Limits häufig überschritten werden, überwacht die Polizei solche Abschnitte nach eigenen Angaben regelmäßig durch Radarkontrollen, die in den wöchentlichen Blitzermeldungen angekündigt werden. Taucht ein Wildtier auf der Fahrbahn auf, sollten Fahrer stark abbremsen, hupen und das Fernlicht ausschalten.
Lässt sich ein Aufprall nicht mehr verhindern, empfiehlt die Polizei ausdrücklich, das Lenkrad festzuhalten und stur in der eigenen Spur zu bleiben. Ausweichmanöver bergen in der Regel ein deutlich größeres Risiko für die Insassen sowie den Gegenverkehr als der eigentliche Zusammenstoß. Kommt es zu einem Unfall, muss die Unfallstelle umgehend abgesichert und die Polizei gerufen werden. Die Streife verständigt anschließend den zuständigen Jagdpächter, der sich um verletzte, tote oder auch geflüchtete Tiere kümmert.
















