Ein schwerer Verkehrsunfall auf der Autobahn 3 bei Seligenstadt hat am Montagabend zu einem großangelegten Einsatz von Feuerwehr und Polizei geführt. Nach einer Kollision zwischen einem Lastwagen und einem Auto geriet der Anhänger des Gespanns in Brand, während sich der Personenwagen mehrfach überschlug. Drei Menschen erlitten bei dem Unglück Verletzungen oder Atemwegsreizungen, zudem musste die Fahrbahn in beide Richtungen über mehrere Stunden hinweg komplett gesperrt werden. Den entstandenen Sachschaden schätzen die Behörden auf über 60.000 Euro.
Auto überschlägt sich auf der Autobahn mehrfach
Wie Polizei und 5VISION.NEWS berichten, ereignete sich der Zusammenstoß gegen 19.50 Uhr auf der Richtungsfahrbahn nach Frankfurt, unmittelbar vor der Anschlussstelle Seligenstadt. Ein 58 Jahre alter Lkw-Fahrer verließ aus noch ungeklärter Ursache mit seinem Fahrzeug die rechte Spur, geriet nach links und stieß dort mit dem Seat einer 50-jährigen Frau zusammen. Durch die Wucht des Aufpralls überschlug sich der Personenwagen offenbar mehrmals und blieb schließlich auf dem Dach im grünen Mittelstreifen liegen. Der Lastwagen prallte im weiteren Verlauf gegen die Betonmauer in der Mitte der Fahrbahn, woraufhin Feuer am Anhänger ausbrach, das diesen komplett zerstörte.
Möglicher medizinischer Notfall löst den Unfall aus
Sowohl der 58-jährige Fahrer des Lastwagens als auch die 50 Jahre alte Autofahrerin erlitten bei dem Unfall leichte Verletzungen. Rettungskräfte brachten die beiden Beteiligten zur weiteren medizinischen Versorgung in umliegende Krankenhäuser. Nach den derzeitigen Erkenntnissen der ermittelnden Polizeiautobahnstation Südosthessen könnte ein gesundheitlicher Notfall des Lkw-Fahrers die ursprüngliche Ursache für das Abkommen von der Fahrspur gewesen sein. Zudem verletzte sich ein weiterer Autofahrer, der die Unfallstelle passierte: Er atmete den giftigen Brandrauch ein, klagte über gesundheitliche Beschwerden und musste deshalb ebenfalls medizinisch betreut werden.
Explodierende Rasierschaumdosen erschweren den Einsatz der Feuerwehr
Die Brandbekämpfung auf der Autobahn stellte die Einsatzkräfte der Feuerwehr vor besondere Herausforderungen. Der Lastwagen hatte verschiedene Kosmetikartikel geladen, darunter eine große Anzahl an Rasierschaumdosen. Durch die enorme Hitzeentwicklung des Feuers explodierte ein Teil dieser Dosen während der Löscharbeiten. Nach dem Erlöschen der Flammen musste ein Spezialunternehmen anrücken, um die verbliebene Ladung aufwendig umzuschichten, bevor Einsatzkräfte das ausgebrannte Wrack endgültig von der Fahrbahn bergen konnten. An den beteiligten Fahrzeugen sowie an der zerstörten Betonschutzwand entstand nach einer vorläufigen Bilanz ein Sachschaden von mehr als 60.000 Euro.
Stundenlange Sperrung führt zu erheblichen Verkehrsbehinderungen
Die Räumungs- und Bergungsarbeiten dauerten bis in die frühen Morgenstunden an und hatten massive Auswirkungen auf den Verkehr. Die Autobahn musste zunächst in beiden Fahrtrichtungen vollständig gesperrt werden, was zu erheblichen Behinderungen führte. Den Verkehr verlagerten die Behörden ab dem Autobahndreieck Seligenstadt auf Umleitungsstrecken. In Fahrtrichtung Würzburg konnte die Polizei im Laufe der Nacht zumindest einen Fahrstreifen wieder für den Verkehr freigeben, während die Sperrung in Richtung Frankfurt am Morgen noch andauerte und erst nach Abschluss aller Arbeiten beendet werden sollte. Zur genauen Rekonstruktion des Geschehens suchen die Ermittler nun nach Zeugen, die den Unfall beobachtet haben, und bitten unter der Telefonnummer 06181 9010-0 um Hinweise an die Polizeiautobahnstation Südosthessen.















