Eine Häufung von Gewaltdelikten hat in den vergangenen Tagen die Einsatzkräfte in Frankfurt gefordert. Neben einer rasanten Verfolgungsjagd, die in Neu-Isenburg ihren Anfang nahm, registrierten die Behörden mehrere schwere Körperverletzungen, einen Raubüberfall auf einen Fahrdienstleister sowie eine beispiellose Serie von Angriffen auf Polizisten.
Blutige Auseinandersetzungen im Frankfurter Stadtgebiet
Im Frankfurter Bahnhofsviertel eskalierte in der Nacht zum Montag ein Streit zwischen zwei Männern. Im Kreuzungsbereich von Taunusstraße und Moselstraße stach ein 40-Jähriger seinem 47 Jahre alten Kontrahenten mehrfach in den Bauch. Das Opfer musste mit schweren Verletzungen in eine Klinik gebracht werden. Der mutmaßliche Täter konnte kurz darauf mithilfe der polizeilichen Videoüberwachung in der Elbestraße festgenommen werden.
Zu einer weiteren schweren Gewalttat kam es am frühen Sonntagmorgen im Stadtteil Gallus. Drei unbekannte Fahrgäste – zwei Männer und eine Frau – zwangen den 40-jährigen Fahrer eines Fahrdienstes an der Kreuzung Mainzer Landstraße und Krifteler Straße zum Anhalten. Die Täter zerrten den Mann aus dem Wagen, schlugen und traten ihn brutal zusammen und flüchteten anschließend mit seinem Mobiltelefon. Ebenfalls am Sonntagmorgen entdeckten Einsatzkräfte am Arthur-Stern-Platz in Rödelheim einen 24-Jährigen mit einer Schnittverletzung am Arm, die nach polizeilichen Erkenntnissen aus einer körperlichen Auseinandersetzung resultierte. Die Kriminalpolizei sucht in all diesen Fällen nach Zeugen.
Massive Übergriffe auf polizeiliche Einsatzkräfte
Auffällig hoch war an diesem Wochenende die Gewaltbereitschaft gegenüber der Polizei. Gleich fünfmal wurden Beamte bei ihren Einsätzen attackiert. In der Kaiserstraße ging ein 38-Jähriger mit einer Glasflasche auf schlichtende Polizisten los und wehrte sich bei seiner Festnahme mit Tritten. Eine 19-Jährige schlug und spuckte im zentralen Polizeigewahrsam nach einem Wachpolizisten. Ähnlich aggressiv verhielt sich eine 22-Jährige in der Taunusstraße: Nachdem sie randaliert und einen Anwohner geschlagen hatte, trat sie einem Beamten gegen das Knie und bespuckte ihn.
Im Nordend bewarf ein 38-Jähriger, der sich in einer psychischen Ausnahmesituation befand, die angerückten Beamten mit Gegenständen aus seiner Wohnung, bevor er festgenommen und in ein Krankenhaus gebracht wurde. Eine weitere Klinikeinweisung folgte nach einem Einsatz bei einem 40-jährigen Mann, der trotz eines Annäherungsverbotes die Anschrift seiner Ex-Partnerin aufgesucht hatte, die Polizisten mit der Faust attackierte und bei der anschließenden Fesselung massiven Widerstand leistete.
Gefährliche Verfolgungsjagd beginnt in Neu-Isenburg
Dass sich die Aggressionen nicht auf das Frankfurter Zentrum beschränkten, zeigte ein Vorfall im Straßenverkehr, der bereits am frühen Donnerstagmorgen seinen Lauf nahm. Im Umfeld der Brüder-Grimm-Schule in Neu-Isenburg gerieten die Fahrer eines grauen Mercedes und eines schwarzen BMW aneinander. Der Streit mündete in einer kilometerlangen, gefährlichen Verfolgungsjagd, die erst im Frankfurter Stadtgebiet an der Kreuzung Mendelssohnstraße und Beethovenallee endete. Dort kollidierten die beiden Fahrzeuge, woraufhin die Fahrer ausstiegen und auf offener Straße aufeinander einschlugen. Auch hier bittet die Polizei um Hinweise aus der Bevölkerung zu der riskanten Fahrt.
















