In Hanau-Großauheim hat die Fahrt eines 14-Jährigen auf einem Kleinkraftrad am Mittwochabend zu einem polizeilichen Ermittlungsverfahren geführt. Der Jugendliche war mit einem nicht zugelassenen Fahrzeug im Stadtteil unterwegs, als er von Einsatzkräften kontrolliert wurde. Dabei stellte sich heraus, dass der Teenager keine gültige Fahrerlaubnis besitzt.
Einsatzkräfte übergeben den Jugendlichen an seine Eltern
Nach Angaben der Polizei stoppte die Stadtpolizei den jungen Fahrer gegen 20.20 Uhr. Nachdem die fehlende Zulassung des Gefährts sowie das Fehlen des Führerscheins bemerkt worden waren, zogen die städtischen Ordnungshüter die Landespolizei hinzu. Diese leitete umgehend ein Verfahren wegen des Verdachts des Fahrens ohne Fahrerlaubnis ein. Im Anschluss an die Kontrolle musste der Jugendliche den Roller zu seiner Wohnadresse schieben, wo die Beamten ihn in die Obhut seiner Eltern übergaben. Die Ermittler prüfen nun, wem das Kleinkraftrad gehört und auf welchem Weg der Minderjährige in den Besitz des Fahrzeugs gekommen ist.
Behörden warnen vor den immensen Gefahren illegaler Spritztouren
Die Ordnungshüter nehmen den Vorfall zum Anlass, um eindringlich vor unautorisierten Fahrten durch Kinder und Jugendliche zu warnen. Oftmals fehle es jungen Menschen an der notwendigen Fahrpraxis, um brenzlige Verkehrssituationen korrekt einzuschätzen und ein Kraftfahrzeug sicher zu steuern. Die Polizei weist darauf hin, dass Faktoren wie Gruppendruck, generelle Risikobereitschaft und eine falsche Einschätzung der Lage das Unfallrisiko massiv erhöhen. Aus einer vermeintlich harmlosen Mutprobe oder einer kurzen Fahrt um den Häuserblock könne sich in kürzester Zeit ein schwerer Verkehrsunfall entwickeln. Dabei sei auch das bloße Mitfahren bei einer Person ohne Führerschein mit erheblichen Risiken verbunden.
Polizei richtet konkreten Appell an Mütter und Väter
Um derartige Vorfälle präventiv zu verhindern, richten sich die Beamten direkt an die Erziehungsberechtigten. Eltern sollten das Gespräch mit ihrem Nachwuchs suchen und unmissverständlich klären, dass Fahrten ohne Fahrerlaubnis keine Kavaliersdelikte oder harmlosen Mutproben darstellen. Auch kurze Probefahrten seien strengstens untersagt und gefährlich, unabhängig davon, wem das genutzte Fahrzeug gehöre. Zudem raten die Ermittler dazu, mit den Kindern Verhaltensweisen für den Fall zu besprechen, dass sie von Freunden zu einer illegalen Spritztour gedrängt werden. Besitzen die Eltern eigene Fahrzeuge, sollten die dazugehörigen Haupt- und Ersatzschlüssel stets so aufbewahrt werden, dass Minderjährige keinen unbemerkten Zugriff darauf haben.
















