Am Sonntagvormittag hat sich auf der Autobahn 3 in Höhe des Seligenstädter Dreiecks ein schwerer Verkehrsunfall ereignet. Ein 81 Jahre alter Autofahrer kollidierte mit einem Wohnwagengespann, woraufhin sich sein Fahrzeug überschlug. Der Mann musste noch vor Ort von den Rettungskräften wiederbelebt werden. Durch umherliegende Trümmerteile kam der Verkehr in Fahrtrichtung Frankfurt zeitweise vollständig zum Erliegen.
Ersthelfer befreien eingeklemmte Insassen aus Unfallfahrzeug
Nach Angaben der Polizei war der 81-Jährige gegen 11 Uhr mit einem VW Golf in Richtung Frankfurt unterwegs. Aus bislang ungeklärter Ursache verließ der Wagen seine Spur und stieß seitlich mit einem rechts daneben fahrenden Gespann zusammen. Infolge der Kollision überschlug sich das Auto und blieb schließlich auf dem Dach liegend auf dem Seitenstreifen stehen. Während die Insassen des Wagens zunächst in dem Wrack eingeschlossen waren, gelang es couragierten Ersthelfern, die Personen noch vor dem Eintreffen der Rettungskräfte zu befreien. Der Senior erlitt lebensbedrohliche Verletzungen und wurde nach der Reanimation umgehend in ein nahegelegenes Krankenhaus eingeliefert. Seine 74-jährige Begleiterin kam mit leichten Blessuren davon. Insgesamt forderte der Unfall drei Verletzte, da auch eine Person aus dem Wohnmobil versorgt und per Rettungswagen in eine Klinik gebracht werden musste.
Unklare Ortsangabe löst länderübergreifenden Feuerwehreinsatz aus
Da die genaue Position der Unfallstelle auf der stark frequentierten Trasse an der hessisch-bayerischen Landesgrenze zunächst nicht eindeutig gemeldet werden konnte, rückten die Einsatzkräfte beider Bundesländer gemeinsam aus. Feuerwehr-Pressesprecher Armin Lerch schilderte den Ablauf gegenüber 5VISION.NEWS: „Heute Morgen ist es gegen 11 Uhr zu einem Verkehrsunfall auf der A3 im Bereich des Seligenstädter Dreiecks gekommen. Die Unfallstelle war für die Einsatzkräfte zunächst unklar. Zunächst erfolgte eine Alarmierung der Feuerwehr Seligenstadt zu einem Unfall im Bereich der A45. Da die Unfallstelle jedoch nicht aufgefunden werden konnte und unklar war, ob sie sich möglicherweise in Bayern befinden könnte, wurden zusätzlich von bayerischer Seite die Feuerwehren aus Stockstadt, Kleinostheim und Aschaffenburg alarmiert.“ Die Helfer lokalisierten das Geschehen schließlich auf dem hessischen Teil der A3. Neben drei Rettungswagen waren mehrere Notärzte im Einsatz.
Weiträumiges Trümmerfeld erzwingt mehrstündige Vollsperrung
Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Wohnwagen aufgerissen, sodass sich Gepäck und Ladung großflächig über die Autobahn verteilten. „Die A3 war hier komplett mit einem Trümmerfeld aus der Beladung des Wohnwagens übersät, weshalb es zu einer Vollsperrung kam“, erläuterte Lerch. Bei sommerlichen Temperaturen von über 30 Grad gestalteten sich die Bergungs- und Aufräumarbeiten für die Feuerwehrkräfte körperlich extrem fordernd. Erst nach Abschluss der polizeilichen Spurensicherung und ersten Reinigungsarbeiten konnte gegen 12.45 Uhr der linke Fahrstreifen wieder freigegeben werden, um den kilometerlangen Rückstau abfließen zu lassen. Den entstandenen Gesamtsachschaden beziffern die Ermittler vorläufig auf rund 40.000 Euro. Die Polizeiautobahnstation bittet mögliche Augenzeugen des Unfallhergangs, sich unter der Rufnummer 06181 90100 zu melden.
















