Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Autobahn 3 in Fahrtrichtung Frankfurt hat eine junge Frau am späten Mittwochnachmittag ihr Leben verloren. Wie die Polizei und die Feuerwehr mitteilen, war ein Wohnmobil kurz hinter der Anschlussstelle Limburg-Süd ungebremst in das Heck eines Pannenautos gekracht. Eine Insassin des Personenwagens erlag noch am Unfallort ihren schweren Verletzungen, eine weitere Frau wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen. Die Autobahn musste in Richtung Süden für über fünf Stunden voll gesperrt werden, wodurch sich ein kilometerlanger Stau bildete.
Wohnmobil geriet unvermittelt von der Fahrspur auf den Seitenstreifen
Den derzeitigen Erkenntnissen der Autobahnpolizei zufolge befuhr ein Mann aus Nordrhein-Westfalen gegen 17.04 Uhr mit seinem Wohnmobil die mittlere Fahrspur der A 3 bei Kilometer 109. Kurz nach dem Passieren der Anschlussstelle Limburg-Süd geriet das Fahrzeug aus bislang ungeklärter Ursache unvermittelt nach rechts auf die Standspur. Dort touchierte das Wohnmobil zunächst zweimal die äußere Schutzplanke, bevor es mit der Front frontal gegen einen auf dem Seitenstreifen stehenden Kleinwagen prallte. In dem Personenwagen befanden sich zwei junge Frauen aus dem Landkreis Limburg-Weilburg, die ihr Fahrzeug dort offenbar wegen einer Panne angehalten hatten.
Heftiger Aufprall schiebt Kleinwagen quer über die Autobahn
Die Wucht des Zusammenstoßes war enorm. Der Kleinwagen wurde von dem Wohnmobil vor sich hergeschoben und kreuzte dabei nach links alle drei Fahrstreifen bis zur mittleren Betonleitwand. Bei der massiven Deformation des Pkw wurden die beiden Frauen im Wrack eingeklemmt. Nach Angaben der Feuerwehr Limburg arbeiteten die Rettungskräfte in enger Abstimmung an der technischen Rettung und der medizinischen Notversorgung, während zahlreiche Ersthelfer erste Hilfe leisteten. Trotz des schnellen Eingreifens verstarb eine der beiden Insassin noch an der Unfallstelle. Ihre Mitfahrerin erlitt schwerste Verletzungen und wurde mit dem Mainzer Rettungshubschrauber Christoph 77 in ein Krankenhaus transportiert. Der Fahrer des Wohnmobils konnte sein Fahrzeug nach der Kollision eigenständig verlassen. Er zog sich leichte Verletzungen zu und wurde ebenfalls in eine umliegende Klinik gebracht.
Umfangreiche Bergungsarbeiten erfordern lange Vollsperrung
Für die Versorgung der Opfer, die Bergung der völlig zerstörten Fahrzeuge und die Unfallaufnahme wurde die A 3 zwischen den Anschlussstellen Limburg-Süd und Bad Camberg in Fahrtrichtung Frankfurt in der Folge voll gesperrt. Auf Anordnung der zuständigen Staatsanwaltschaft zog die Polizei einen Gutachter an die Unfallstelle hinzu, um die genaue Ursache der verhängnisvollen Fahrt zu klären. Neben der Feuerwehr Limburg, die mit den Aufräumarbeiten rund dreieinhalb Stunden im Einsatz war, mussten Mitarbeiter der Autobahnmeisterei die Fahrbahn aufwendig reinigen. Die Vollsperrung der Richtungsfahrbahn konnte erst gegen 22.15 Uhr wieder aufgehoben werden. In der Zwischenzeit staute sich der Verkehr auf einer Länge von mehr als zehn Kilometern zurück. Den durch den Unfall entstandenen Sachschaden beziffert die Polizei auf etwa 90.000 Euro.
















