Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Isenburger Schneise im Frankfurter Oberwald ist am Mittwochabend ein 20 Jahre alter Mann ums Leben gekommen. Zwei weitere junge Männer erlitten schwere bis lebensgefährliche Verletzungen, nachdem ihr Fahrzeug mit einem anderen Auto kollidiert und frontal gegen zwei Bäume geprallt war. Eine beteiligte Autofahrerin kam mit leichten Blessuren davon.
Abbiegemanöver an der Kreuzung führt zu fatalem Zusammenstoß
Nach Angaben der Polizei ereignete sich das Unglück kurz nach 21 Uhr im Kreuzungsbereich zur Oberschweinstiegschneise. Eine 48-jährige Fahrerin eines Honda war dort unterwegs und beabsichtigte, nach links auf die Isenburger Schneise einzubiegen. Zunächst hielt sie ihren Wagen an, um einem 55 Jahre alten Radfahrer, der die Fahrbahn überqueren wollte, den Vorrang zu gewähren. In diesem Moment näherte sich ein 24-jähriger Mann am Steuer einer Mercedes-Limousine, der aus Richtung Neu-Isenburg kommend in Fahrtrichtung Frankfurt unterwegs war. Unmittelbar auf der Kreuzung kam es zur schweren Kollision zwischen den beiden Autos. Der beteiligte Radfahrer blieb bei dem Geschehen unversehrt.
Mercedes prallt nach dem Crash frontal gegen zwei Bäume
Die Wucht des Aufpralls drehte den Honda der 48-Jährigen um 180 Grad, die Frau zog sich dabei jedoch nur leichte Verletzungen zu. Der Mercedes des 24-Jährigen schleuderte nach der Berührung von der Straße und krachte frontal in zwei nebeneinanderstehende Bäume. Für einen 20-jährigen Mitfahrer, der sich auf der Rückbank des Wagens befand, endete der Unfall tödlich. Er erlag seinen massiven Verletzungen noch an der Unfallstelle, bevor die ersten Rettungskräfte eintrafen. Der Fahrer sowie sein 24-jähriger Beifahrer wurden durch die Deformation der Karosserie in dem Wrack eingeklemmt.
Feuerwehr befreit Insassen in aufwendiger Rettungsaktion
Ein Großaufgebot der Feuerwehr befreite die beiden jungen Männer schließlich mit schwerem technischen Gerät aus dem zerstörten Auto. Der 24-jährige Unfallfahrer musste nach vorherigen Angaben der Rettungskräfte reanimiert werden und kam mit lebensgefährlichen Verletzungen in eine Klinik. Sein Zustand gilt weiterhin als kritisch. Der Beifahrer erlitt ebenfalls schwere Verletzungen, ist nach aktuellen Erkenntnissen der Polizei jedoch stabil.
Ein zur Unterstützung angeforderter Rettungshubschrauber musste im Frankfurter Stadtgebiet landen, da ein sicheres Aufsetzen unmittelbar im Wald nicht durchführbar war. Während der Rettungs- und Bergungsarbeiten blieb die Isenburger Schneise bis in die Nacht voll gesperrt. Um den exakten Ablauf und die Ursache der Kollision lückenlos zu rekonstruieren, ordnete die Staatsanwaltschaft die Hinzuziehung eines unabhängigen Unfallsachverständigen an.
















