Die Nutzung von E-Scootern hat im Frankfurter Stadtgebiet innerhalb kurzer Zeit zu einer Serie schwerer Verkehrsunfälle geführt. Bei vier separaten Vorfällen am Donnerstag, Freitag und in der Nacht zum Samstag erlitten insgesamt vier Personen schwere Verletzungen und mussten im Krankenhaus behandelt werden. Die Fälle reichen von Alleinstürzen unter mutmaßlichem Alkoholeinfluss bis hin zum Fahren entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung und einer Unfallflucht nach der Kollision mit einem Radfahrer.
Senior nach Überholmanöver an der Nidda schwer verletzt
Am Freitagnachmittag ereignete sich gegen 15.25 Uhr ein schwerer Zwischenfall auf einem Feldweg entlang der Nidda im Bereich Grüne Weide in Richtung Nied. Nach Angaben der Polizei war ein 76-jähriger Mann mit seinem Fahrrad unterwegs, als er im Bereich Vorm Wald von einem E-Scooter überholt wurde. Bei dem Manöver streifte oder touchierte der Fahrer den Senior, woraufhin dieser mit seinem Rad stürzte und schwere Verletzungen erlitt. Der Verursacher setzte seine Fahrt auf seinem grün-schwarzen Roller in Richtung Nied fort, ohne sich um den verletzten Mann zu kümmern, der in eine Klinik eingeliefert werden musste.
Die Polizei fahndet nach dem Flüchtigen, der als Ende 20 bis Anfang 30 Jahre alt, von schlanker Statur, mit dunklem kurzem Haar und dunklem Teint beschrieben wird. Bekleidet war der Mann mit einem hellen T-Shirt, einer kurzen Hose und schwarzen Schuhen. Zeugenhinweise nimmt das zuständige Revier unter der Telefonnummer 069 75511700 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.
Junge Frau fährt entgegen der Fahrtrichtung auf Schienen
Nur wenige Stunden später kam es am Freitagabend gegen 18.55 Uhr in Sachsenhausen-Nord zu einem weiteren schweren Zusammenstoß. Eine 19-Jährige fuhr mit ihrem E-Scooter im Bereich der Dreieichstraße auf den Schienen und dabei entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung. An der Kreuzung zur Ignatz-Bubis-Brücke kollidierte die Frau mit dem Auto eines 31-jährigen Fahrers, der vom Deutschherrnufer in Richtung der Brücke unterwegs war. Die junge Frau wurde durch den Aufprall zunächst auf den Wagen geladen und anschließend auf die Fahrbahn geschleudert. Sie erlitt schwere Verletzungen und kam in ein Krankenhaus, während der Autofahrer vor Ort medizinisch versorgt wurde. An beiden Fahrzeugen entstand Sachschaden.
Nächtlicher Sturz unter mutmaßlichem Alkoholeinfluss
In der Nacht zum Samstag entdeckte ein Passant gegen 2.15 Uhr einen schwer verletzten Mann auf dem Gehweg der Osthafenbrücke im Ostend und wählte den Notruf. Den bisherigen Ermittlungen zufolge war der 38-Jährige zuvor mit seinem E-Scooter in südliche Richtung gefahren, hatte die Kontrolle über das Gefährt verloren und war gestürzt. Nach ersten Erkenntnissen der Behörden stand der Fahrer unter Alkoholeinfluss. Wie lange der Mann verletzt auf der Brücke lag, bevor er gefunden wurde, ist derzeit noch Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen.
Kollision auf der Fahrbahn am frühen Morgen in Fechenheim
Bereits am Donnerstagmorgen hatte ein E-Scooter-Fahrer in Fechenheim einen schweren Unfall verursacht. Gegen 6.10 Uhr war ein 26-Jähriger auf dem Fahrradstreifen der Carl-Benz-Straße in Richtung Robert-Bosch-Straße unterwegs – ebenfalls entgegen der vorgesehenen Fahrtrichtung. Auf Höhe der Hausnummer 31 verließ der Mann den Radstreifen und fuhr auf die Fahrbahn. Dort stieß er frontal mit dem Audi einer 30-jährigen Fahrerin zusammen, die in Richtung Dieburger Straße fuhr. Der Roller traf den Wagen am vorderen rechten Stoßfänger, woraufhin der 26-Jährige auf das Auto stürzte. Der Fahrer musste verletzungsbedingt in eine Klinik gebracht werden, an den Fahrzeugen entstanden Sachschäden.
















