Der schwere Umweltschaden in der Rodau, bei dem der Fischbestand nahezu vollständig vernichtet wurde (wir berichteten), ist nach aktuellen Erkenntnissen auf eine Einleitung von Tensiden zurückzuführen. Laut Stadt Rodgau ergaben die inzwischen ausgewerteten Proben eine stark erhöhte Konzentration dieser Substanzen, die üblicherweise in Wasch- oder Reinigungsmitteln vorkommen.
Einleitung in Nieder-Roden festgestellt
Nach heutigem Kenntnisstand erfolgte die Einleitung der Tenside in Nieder-Roden, in unmittelbarer Nähe des dortigen Gewerbegebiets. Das Gewerbegebiet wird im sogenannten Trennsystem entwässert. Dabei fließt das anfallende Oberflächenwasser, etwa durch Regen, über einen separaten Kanal direkt in die Rodau. Abwässer aus Haushalten und Gewerbebetrieben werden hingegen über ein unabhängiges Kanalsystem zur Kläranlage geleitet und gelangen nicht in den Bach.
Weitere Beprobungen geplant
In den kommenden Tagen sollen noch auffindbare tote Fische aus der Rodau geborgen werden. Außerdem erfolgen weitere Wasserproben an unterschiedlichen Stellen des Gewässers, um die Tensidkonzentration zu überprüfen. „Die Rodau hat sich hoffentlich alsbald wieder beruhigt und kehrt zu ihrem Normalzustand zurück“, teilte die Stadt mit.
Hinweise zur Wasserqualität
Die Stadt weist darauf hin, dass die Rodau aufgrund der Oberflächenentwässerung auch im Normalzustand weder Trinkwasser- noch Badequalität hat. „Das galt vor und auch nach dem Vorfall vom vergangenen Dienstag und sollte bei jedem Besuch des Baches beachtet werden“, betont die Stadtverwaltung.















