Für sein jahrzehntelanges Wirken im sozialen, sportlichen und kulturellen Bereich ist Lothar Mark aus Rodgau mit dem Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden. Landrat Oliver Quilling überreichte die Auszeichnung am Montag im Kreishaus in Dietzenbach und würdigte Marks außergewöhnliches Engagement: „Das Credo von Lothar Mark lautete stets: gestalten statt klagen, verbinden statt spalten, handeln statt zu lang reden.“
Engagement für Sport und Inklusion
Über Jahrzehnte habe Mark Großes geleistet und dabei „nie vergessen, was das Kleine bewirken kann“, so Quilling weiter. Als Vorsitzender der SKG Rodgau, dem größten Sportverein im Kreis Offenbach, habe er Verantwortung übernommen und die Fusion mehrerer Rodgauer Vereine entscheidend mitgestaltet. Die SKG stehe auch dank seines Wirkens für soziale Verantwortung und Zusammenhalt.
Bereits 1990 gründete Mark die Stiftung „Gemeinsam mit Behinderten“, die Wohnhäuser für ein selbstbestimmtes Leben von Menschen mit Behinderung schuf – lange bevor der Begriff Inklusion breite politische Bedeutung gewann. Auch an der Gründung der Werte-Stiftung Frankfurt und der Förderstiftung Liebig-Haus war er maßgeblich beteiligt.
Hilfe für Bedürftige und sozial Schwache
Als der Sozialstrukturatlas 2009 einen Anstieg der Armut in Rodgau zeigte, gründete Mark die Lebensmittelausgabestelle „Tante Emma Rodgau“, die Betroffenen neben materieller Hilfe auch Beratung bietet. Damit wolle man verhindern, „dass Armut vererbt wird“, heißt es in der Laudatio.
Zudem engagierte sich Mark als Mitbegründer des Rotary Club Rodgau und unterstützte das Hospiz am Wasserturm, das ihm besonders am Herzen liegt.
Landrat Quilling: „Ein Verdienstorden reicht nicht aus“
Landrat Quilling bezeichnete Marks Wirken als „ein positives Beispiel dafür, dass freiwilliges Engagement Vorteile für die ganze Gesellschaft bringt und noch dazu den Akteur selbst zufrieden machen kann“. Seine exzellente Vernetzung und die Fähigkeit, Menschen zu motivieren, hätten viele Projekte im Kreis Offenbach erst möglich gemacht.
„Für das herausragende, vielfältige ehrenamtliche Engagement von Lothar Mark reicht ein Verdienstorden eigentlich gar nicht aus“, betonte Quilling abschließend.
















