Bei einer behördenübergreifenden Verkehrskontrolle auf der Autobahn 3 an der Tank- und Rastanlage Weiskirchen Nord haben Einsatzkräfte am Donnerstag zahlreiche rechtliche und technische Verstöße im gewerblichen Personen- und Güterverkehr festgestellt. Im Zuge der Überprüfung wurde in mehreren Fällen die Weiterfahrt untersagt, da erhebliche Mängel an den Fahrzeugen vorlagen.
Überprüfung von Fahrzeugtechnik und Lenkzeiten offenbart Mängel
Während des mehrstündigen Einsatzes kontrollierten die Beamten insgesamt 42 Personen sowie 36 Fahrzeuge. Bei den überprüften Wagen handelte es sich um 29 schwere Lastkraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 Tonnen, fünf kleinere Lastwagen sowie zwei Personenwagen. Im Fokus der Aktion standen die allgemeine Verkehrssicherheit, der technische Zustand der Fahrzeuge und die Einhaltung der gesetzlichen Lenk- und Ruhezeiten.
Dabei registrierten die Kontrolleure diverse Regelverstöße im direkten Straßenverkehr. Sie stellten sechs Geschwindigkeitsüberschreitungen, drei unzureichende Ladungssicherungen sowie einen Verstoß gegen die Gurtpflicht fest. Bei der Begutachtung der Technik fielen fünf Fahrzeuge negativ auf, unter anderem aufgrund von gerissenen Bremsscheiben und beschädigten Reifen. Diese festgestellten Defekte führten zu den anschließenden Fahrverboten.
Einsatzkräfte ahnden Vergehen gegen Zollrecht und Sozialvorschriften
Neben den technischen Defekten deckten die beteiligten Behörden eine Reihe von gesetzlichen Verfehlungen auf. Bei der Kontrolle der Sozialvorschriften ergaben sich elf Verstöße. Zudem missachteten Fahrer in fünf Fällen das Gefahrgutrecht und in zwei Fällen das Güterkraftverkehrsgesetz. Die Überprüfung steuerrechtlicher Vorgaben führte zu 16 weiteren Beanstandungen im Bereich des Zollrechts.
Praktische Einsatzübung im Rahmen einer polizeilichen Fortbildung
Die umfassende Kontrolle fand nach Angaben der Polizei als Teil einer behördlichen Fortbildungsmaßnahme statt. Mehr als 40 Beamtinnen und Beamte des Polizeipräsidiums Südosthessen waren vor Ort im Einsatz. Unterstützung erhielten sie von Einsatzkräften aus dem Bundesland Bayern, des Hauptzollamtes Darmstadt, des Bundesamtes für Logistik und Mobilität sowie weiterer Behörden.
Die Maßnahme diente dazu, zuvor theoretisch vermittelte Seminarinhalte in der Praxis anzuwenden. Die Teilnehmer bekamen die Möglichkeit, unter realen Bedingungen gemeinsam mit erfahrenen Kontrollkräften Sachverhalte aus den Bereichen Straßenverkehrsrecht, Sozialvorschriften sowie Gefahrgut-, Zoll- und Güterverkehrsrecht zu bearbeiten. Wie die Polizei abschließend betonte, unterstreicht die Aktion die Wichtigkeit fachübergreifender Überprüfungen, um die Verkehrssicherheit nachhaltig zu erhöhen und konkrete Gefahren auf den Straßen abzuwenden.















