Am Rodauquelltopf in Rödermark-Urberach hat der ehrenamtliche Einsatz einer Anwohnerin die Stadtkasse vor einer hohen Ausgabe bewahrt. Durch die manuelle Entschlammung des Bachursprungs am Sperberweg entfielen nach Angaben der Beteiligten geschätzte Kosten von rund 10.000 Euro, die für eine maschinelle Reinigung des Geländes durch eine Fachfirma angefallen wären.
Ehrenamtliche Handarbeit ersetzt teuren Baggerauftrag
Für die Säuberung des Gewässerbereichs am westlichen Rand des Rödermärker Stadtgebiets war das Mitglied der Quartiersgruppe Urberach, Maria Becker, im vergangenen Frühjahr an mehreren Tagen im Einsatz. Jeweils zwei Stunden lang befreite sie die nasse Feuchtzone mit Gummistiefeln, Eimer und einer Gartenschaufel von abgelagertem Schlamm und Herbstlaub. Das entnommene Material verteilte sie wenige Meter entfernt als Humus. Durch das händische Abtragen konnte eine kleine Pflanzinsel im Quellbereich freigelegt werden. Friedrich Kühne, der ebenfalls in der Quartiersgruppe aktiv ist und bei den Arbeiten half, hob die Bedeutung der Arbeit hervor: „Was Frau Becker dort geleistet hat, verdient Respekt. Die Stadt Rödermark konnte Kosten von schätzungsweise 10.000 Euro sparen.“ Ein regulärer Auftrag für schweres Gerät wie Bagger und Lastkraftwagen nebst Personal war durch den ehrenamtlichen Einsatz nicht mehr notwendig.
Quartiersgruppe pflegt das Areal seit fast zehn Jahren
Die Anwohnerinitiative kümmert sich bereits seit knapp einem Jahrzehnt um das Gelände unterhalb des Spielplatzes am Sperberweg, das unter anderem mit einer Treppe, einem Geländer und einer Sitzbank ausgestattet ist. Die kontinuierliche Instandhaltung der Naherholungsfläche erfolgt dabei nach Angaben der Gruppe stets in enger Abstimmung mit dem städtischen Fachdienst Umwelt sowie dem örtlichen Naturschutzbund.
Bürgermeister lobt den Einsatz für die Allgemeinheit
Auch der Rödermärker Bürgermeister Jörg Rotter würdigte das Engagement für den Rodauquelltopf. Der Verwaltungschef schloss sich der Bewertung Kühnes an und erklärte: „Es ist vorbildlich, wie sich Mitglieder unserer Quartiersgruppen immer wieder bei derartigen Projekten einbringen. Sie tun all dies in ihrer Freizeit zum Vorteil der Allgemeinheit. Das“, so Rotters Appell, „sollte man bedenken und würdigen, wenn solch attraktive Plätze im öffentlichen Raum erkundet werden.“
















