In der Nacht zum Freitag hat ein schwerer Brand im zweiten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses in Rödermark einen Großeinsatz ausgelöst. Die Feuerwehr evakuierte das Gebäude im Stadtteil Ober-Roden, wobei eine Wohnung vollständig ausbrannte und ein geschätzter Sachschaden von 150.000 Euro entstand. Ein Mann, der die Rettungsarbeiten massiv behinderte, wurde nach seiner Festnahme in eine Fachklinik eingewiesen.
Vollbrand im zweiten Stockwerk ruft 150 Einsatzkräfte auf den Plan
Das Feuer in dem Wohnkomplex an der Maybachstraße brach laut Polizei gegen 2:40 Uhr im Bereich der einstelligen Hausnummern aus. Als die ersten Einheiten am Ort des Geschehens eintrafen, stand die betroffene Wohnung im zweiten Obergeschoss bereits vollständig in Flammen. Einsatzleiter Dieter Rumpf von der Feuerwehr Rödermark erläuterte die vorgefundene Situation: „Beim Eintreffen stand eine Wohnung in Vollbrand. Daraufhin erfolgte eine Stichworterhöhung auf F 2 Y. Im weiteren Verlauf wurde das Stichwort noch einmal auf F 3 Y erhöht“. Um den Brand unter Kontrolle zu bringen, rückten insgesamt rund 150 Helferinnen und Helfer der Feuerwehren aus Rödermark, Rodgau, Seligenstadt, Dreieich, Egelsbach sowie weiteren Nachbarkommunen an.
Umfangreiche Evakuierung und erfolgreiche Menschenrettung im Gebäude
Angesichts der Dimension des betroffenen Gebäudekomplexes, in dem laut offiziellen Angaben 114 Personen gemeldet sind, durchsuchten die Trupps die einzelnen Wohneinheiten systematisch. „Wir hatten mehrere Trupps zur Brandbekämpfung und Menschenrettung im Innenangriff. Außerdem wurden die einzelnen Wohnungen abgesucht. Über die Drehleiter wurde ein weiteres Strahlrohr im Außenangriff eingesetzt“, schilderte Rumpf das taktische Vorgehen. Insgesamt konnten 16 Personen aus dem Gefahrenbereich in Sicherheit gebracht werden oder hatten sich bereits vor dem Eintreffen der Feuerwehr selbstständig ins Freie gerettet. Nach derzeitigem Kenntnisstand der Ermittler blieben sämtliche Bewohnerinnen und Bewohner des Mehrparteienhauses glücklicherweise unverletzt.
Einweisung in eine Fachklinik nach aggressiven Störungen an der Einsatzstelle
Während der laufenden Löscharbeiten und Räumungsmaßnahmen kam es zu einem schwerwiegenden Zwischenfall mit einem Hausbewohner. Der Mann weigerte sich strikt, das Gebäude zu verlassen, und verhielt sich gegenüber den Helfern äußerst aggressiv. Da er die Arbeit von Feuerwehr und Polizei dadurch massiv behinderte, nahmen die Beamten die Person noch am Einsatzort fest. Aufgrund seines Verhaltens veranlassten die Einsatzkräfte im direkten Anschluss eine Einweisung des Mannes in eine psychiatrische Fachklinik.
Kriminalpolizei ermittelt zur Ursache und bittet Bevölkerung um Hinweise
Die Brandwohnung ist infolge der massiven Flammenentwicklung komplett ausgebrannt und bis auf Weiteres unbewohnbar. Noch in den frühen Morgenstunden begannen die Verantwortlichen damit, den Verbleib der betroffenen Mieter zu organisieren. „Aktuell wird noch die Unterbringung der Personen aus den vom Brand betroffenen Bereichen geklärt. Außerdem finden derzeit noch Nachlöscharbeiten statt“, fasste Einsatzleiter Rumpf die Lage im Endstadium des Einsatzes zusammen.
Warum das Feuer im zweiten Obergeschoss ausbrach, ist aktuell noch unklar. Die spezialisierten Brandursachenermittler der Kriminalpolizei haben die Arbeit aufgenommen, um den Hergang zu rekonstruieren. Zeuginnen und Zeugen, die sachdienliche Angaben zu dem Geschehen machen können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 069 8098-1234 an die zuständige Dienststelle zu wenden.
















