Die älteste Kindertagesstätte der Stadt Rödermark wird zum 31. Juli 2026 ihren Betrieb einstellen. Die Kinder der Kita „Im Taubhaus“ in Urberach erhalten jedoch eine nahtlose Anschlussbetreuung in der Kita „Villa Kunterbunt“.
Bürgermeister Jörg Rotter informierte am Donnerstag sowohl die betroffenen Eltern als auch die Presse über die anstehende Neustrukturierung. Für die 51 Kinder, die nach den Sommerferien 2026 noch keinen Platz in der Grundschule haben, ist damit eine Fortsetzung der Betreuung gesichert.
Über 50 Jahre altes Gebäude wird aufgegeben
Die Kita „Im Taubhaus“ wurde 1972 eröffnet und hat seitdem Generationen von Kindern betreut. Inzwischen sind die baulichen Mängel jedoch so gravierend, dass eine Generalsanierung aus Sicht der Stadt nicht wirtschaftlich vertretbar ist. Das Gebäude soll nach der Schließung abgerissen werden. Das Grundstück bleibt als Optionsfläche für eine mögliche spätere soziale Nutzung erhalten.
Kontinuität für Kinder und Erzieherinnen
Die betroffenen Kinder wechseln ab August 2026 in die Kita „Villa Kunterbunt“ im Norden Urberachs. Das gesamte pädagogische Team der Taubhaus-Kita, unter Leitung von Julia Jonas, wird mit umziehen. Dadurch bleiben den Kindern ihre gewohnten Bezugspersonen und Strukturen erhalten.
„Das wird den Übergang erleichtern und Stabilität auch im künftigen Kita-Alltag garantieren. Mit intensiver Kommunikation und aktiver Einbindung aller Beteiligten soll der Prozess abgefedert und begleitet werden“, sagte Bürgermeister Jörg Rotter als Sozialdezernent.
Kapazitäten werden in der „Villa Kunterbunt“ erweitert
Die Kita „Im Taubhaus“ verfügt derzeit über eine Betriebserlaubnis für maximal 100 Kinder. Aktuell werden dort 78 Kinder betreut, von denen 27 im Sommer in die Grundschule wechseln. Somit sind 51 Kinder vom Umzug betroffen.
Die „Villa Kunterbunt“ unter Leitung von Nicole Merten hat eine Betriebserlaubnis für 90 Ü3-Kinder. Derzeit werden dort 69 Kinder betreut, 19 davon wechseln im Sommer in die Schule. Die Kapazitäten der Einrichtung sollen so aufgestockt werden, dass künftig zwei eigenständig arbeitende Kita-Teams unter einem Dach Platz finden.
Die Stadt sieht in der Zusammenlegung eine langfristig tragfähige Lösung, die den Erhalt einer guten frühkindlichen Betreuung in Urberach sicherstellt.















