Seit dem Jahr 2016 bietet das Werkstatt-Café in Rödermark eine Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger, die defekte Alltagsgegenstände instand setzen lassen möchten. Das ehrenamtliche Projekt, welches technische Hilfe mit einem sozialen Treffpunkt verbindet, feiert nun sein zehnjähriges Bestehen. Die städtische Verwaltung nahm das Jubiläum zum Anlass, das Engagement der zahlreichen Freiwilligen offiziell zu würdigen.
Ehrenamtliche Helfer reparieren über 1200 Haushaltsgeräte
Die Bilanz der vergangenen zehn Jahre dokumentiert die hohe Nachfrage nach dem Angebot in der Stadt. Von rund 2000 überwiegend elektrischen Haushaltsgeräten, welche die Besucher seit der Gründung in die Reparaturstätte brachten, konnten mehr als 1200 wieder funktionstüchtig gemacht werden. Dies entspricht nach Angaben der Verwaltung einer Erfolgsquote von über 60 Prozent. Das Konzept, das ursprünglich von Elke Heidelbach, Waltraud Krayer und Elfi Pach initiiert wurde, zielt auf Nachhaltigkeit und die Schonung von Ressourcen ab. An jedem ersten Mittwoch im Monat stellen handwerklich versierte Frauen und Männer in der Halle Urberach ihre Fähigkeiten unentgeltlich zur Verfügung. Das Reparaturangebot erstreckt sich von Kaffeemaschinen, Staubsaugern, Spieluhren und Radios bis hin zu einer integrierten Fahrradwerkstatt, die während der wärmeren Monate auf dem Gelände betrieben wird. Koordiniert wird die Initiative durch Ute Schmidt vom städtischen Ehrenamtsbüro. Finanziert wird der Service, der für die Gäste auch Kaffee und Kuchen bereithält, ausschließlich über Spenden.
Bürgermeister überreicht Urkunden an das Organisationsteam
Anlässlich des runden Jubiläums besuchte der Rödermärker Bürgermeister Jörg Rotter das jüngste Treffen der Initiative. Der Verwaltungschef bedankte sich bei den Helferinnen und Helfern für die langjährige Nachbarschaftshilfe und übergab neben offiziellen Urkunden auch Frühstücksbrettchen mit dem Schriftzug der Stadt an die engagierten Bürger. Für ihren unentgeltlichen Einsatz wurden Waltraud Krayer, Georg Haake, René Raddé, Dieter Metz, Hans-Jörg Kunze, Jean-Louis Kruger, Rainer David, Dr. Bernward Bayer, Werner Schwarzkopf, Daniel Schawo, Ilona Beetz, Christa Bayer, Dieter Müller, Andreas Simon, Peter Weiske, Willi Zoll, Monika Müller, Bettina Brugger und Ute Weber ausgezeichnet. In seiner Ansprache lobte der Rathauschef die Arbeit der Gruppe: „Toller Einsatz von allen, die sich aktiv einbringen! Eine wertvolle Hilfestellung für viele Menschen, die bewährte Geräte nicht vorschnell ausrangieren möchten. Deshalb wünsche ich weiterhin gutes Gelingen, noch lange über das Zehnjährige hinaus.“
Kommende Öffnungszeiten in der Halle Urberach sind festgelegt
Die ehrenamtliche Arbeit in den Räumlichkeiten der Halle Urberach wird in den kommenden Wochen im gewohnten Rhythmus fortgesetzt. Die nächsten Zusammenkünfte finden am 2. September sowie am 7. Oktober statt. Das Werkstatt-Café ist an diesen beiden Tagen jeweils von 16 bis 19 Uhr für das Publikum geöffnet. Interessierte können ohne vorherige Anmeldung vorbeikommen, wobei die Organisatoren darum bitten, pro Person maximal zwei defekte Geräte zur Begutachtung mitzubringen.















