In Rödermark haben Schülerinnen und Schüler erneut die Möglichkeit genutzt, an einem Abend zahlreiche Ausbildungswege aus erster Hand kennenzulernen. Die dritte Auflage der „Nacht der Ausbildung“ bot innerhalb von vier Stunden Zugang zu insgesamt rund 30 Berufsbildern und potenziellen Einsatzbereichen. Sechs Unternehmen aus der Stadt öffneten ihre Türen, ergänzt durch Stationen der Stadtverwaltung.
Betriebsbesuche mit praktischen Eindrücken
Zu den beteiligten Betrieben gehörten Schmoll Maschinen, Videor, Zeppelin Systems, Wertgrund, die dm-Drogerie und das Fahrradfachgeschäft Radwerk. Dort konnten die Jugendlichen am Beispiel des Zweiradhandwerks erleben, wie Reparaturabläufe funktionieren und welche Aufgaben in der Werkstatt anfallen. Wenige Straßen weiter informierten Mitarbeitende des Badehauses über die technische Anlagensteuerung und den Arbeitsalltag im Umgang mit Besuchern.
Auch die Stadt Rödermark präsentierte Ausbildungsmöglichkeiten – unter anderem in der Kita Sonnenschein, in der Kulturhalle sowie im Badehaus. Die Bandbreite reichte von Verwaltungsberufen über Tätigkeiten in der Betreuung bis zu technischen Aufgaben im Veranstaltungsbereich oder im Betriebshof.
IHK betont Bedeutung für Berufsorientierung
Die Veranstaltung wurde erneut von der IHK Offenbach organisiert, die im Vorfeld mit Informationsangeboten an den Schulen für den Abend geworben hatte. IHK-Hauptgeschäftsführer Markus Weinbrenner hob beim Auftakt im Radwerk hervor: „Die Nacht der Ausbildung zeigt, wie praxisnah und vielfältig Berufsorientierung heute sein kann. Wer sich hier das Angebot der Betriebe anschaut, kann im persönlichen Gespräch Optionen für sich entdecken, die ein Berufswahltest so nicht bietet.“
Mit Blick auf den regionalen Arbeitsmarkt verwies er zudem auf den Fachkräftemangel im Kreis: „Im Kreis Offenbach werden bis 2030 rund 10.000 Fachkräfte fehlen, vor allem beruflich Qualifizierte. Daher ist es entscheidend, dass junge Menschen frühzeitig erleben, welch hervorragende Chancen und Entwicklungsperspektiven eine betriebliche Ausbildung bietet.“
Wirtschaftsförderung lobt Engagement vor Ort
Till Andrießen, Leiter der städtischen Wirtschaftsförderung, sprach von einer gut abgestimmten Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Unternehmen, Schulen und der IHK. Am Vorabend der Veranstaltung sei er bei der Auszeichnung besonders erfolgreicher Auszubildender im Kreis zu Gast gewesen, darunter zwei Absolventinnen und Absolventen aus Rödermark. „Nur wenige Stunden später wurde quasi eine neue Runde beim Werben um Fachkräfte der Zukunft eingeläutet“, sagte er.
Nach Gesprächen an mehreren Stationen zog Andrießen ein positives Fazit: „Ein großes Dankeschön gebührt all jenen, die zum Gelingen beigetragen haben. Es ist toll zu sehen, mit welch großem Einsatz und Ideenreichtum viele spannende Einblicke für junge Menschen vorbereitet werden. Wer kommt, kann davon nur profitieren. So soll es sein – Chapeau!“















