Ein Rentnerpaar aus Rödermark ist am Mittwochnachmittag Opfer eines Trickbetrugs geworden. Wie die Polizei mitteilt, erbeuteten die Täter dabei Schmuck im Wert von knapp 20.000 Euro. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht nach einem flüchtigen Abholer.
Angebliche medizinische Notlage der Tochter als Vorwand
Die Täter kontaktierten die Senioren zunächst telefonisch. Am Apparat täuschten sie vor, dass die Tochter der Eheleute dringend auf medizinische Hilfe angewiesen sei. Für diese angebliche Behandlung forderten die Anrufer eine Zahlung in Höhe von 98.000 Euro. Daraufhin machte sich der Ehemann auf den Weg zu einer örtlichen Bankfiliale. Während seiner Abwesenheit wiesen die Betrüger die zu Hause gebliebene Frau am Telefon an, ihre gesamten Schmuckstücke zusammenzupacken.
Übergabe an der Haustür und Fahndung nach dem Täter
Kurze Zeit nach dem Telefonat erschien ein unbekannter Mann an der Haustür des Paares. Die Frau übergab ihm den gepackten Schmuck, woraufhin der Abholer über die Straße „Im Taubenhaus“ die Flucht ergriff. Nach den vorliegenden Erkenntnissen der Polizei ist der Verdächtige Ende 30, ungefähr 1,60 Meter groß und von kräftiger Statur. Zum Zeitpunkt der Tat war er dunkel gekleidet und trug eine Baseballmütze, die mit einer gelben Stickerei versehen war. Sachdienliche Hinweise zu dem Vorfall oder dem Gesuchten nimmt die Offenbacher Kriminalpolizei unter der Rufnummer 069 8098-1234 entgegen.
Polizei erneuert Verhaltenshinweise zum Schutz vor Betrug
Aus Anlass der Tat erinnern die Ermittler an grundlegende Vorsichtsmaßnahmen. Die Behörde betont, dass die echte Polizei Bürgerinnen und Bürger am Telefon niemals dazu auffordert, Geldbeträge oder Wertsachen herauszugeben. Angerufene sollten grundsätzlich keine Auskünfte über sensible Daten sowie persönliche oder finanzielle Verhältnisse erteilen und das Gespräch bei entsprechenden Forderungen umgehend beenden.
Generell warnt die Polizei davor, Unbekannten Vermögenswerte zu übergeben. In verdächtigen Situationen wird geraten, Nachbarn oder Verwandte als Vertrauenspersonen hinzuzuziehen und bei Zweifeln direkt den Notruf 110 zu wählen. Darüber hinaus verweisen die Beamten auf ihre regelmäßigen Präventionsveranstaltungen, bei denen Senioren und deren Angehörige über aktuelle Betrugsmaschen informiert werden.
















