Im Seligenstädter Stadtwald ist eine rund 0,5 Hektar große Freifläche neu bepflanzt worden. Insgesamt 3.200 junge Bäume wurden gesetzt, um waldbauliche Schäden auszugleichen. Die Fläche war zuvor durch klimabedingte Einflüsse beeinträchtigt worden. Die Aufforstung erfolgte nach Angaben der Stadt vollständig auf einer zusammenhängenden Fläche.
Finanzierung über Spenden und Geburtsbäume
Nach Angaben von Bürgermeister Dr. Daniell Bastian wurden die Pflanzungen über das Baumspendenkonto der Stadt finanziert. Revierförster Johannes Herrmann ließ demnach 400 Traubeneichen, 600 Hainbuchen und 200 Esskastanien pflanzen. Der Gesamtwert der Setzlinge beläuft sich auf 7.500 Euro. Die Esskastanien sind sogenannte Geburtsbäume: Für jedes in Seligenstadt neugeborene Kind mit Erstwohnsitz in der Stadt spendet die Kommune einen Baum für den Stadtwald. Weitere Mittel stammen aus privaten Spenden sowie von Unternehmen und Institutionen.
Baumarten mit Blick auf den Klimawandel
Die Auswahl der Baumarten erfolgte laut Revierförster Herrmann gezielt. Bei den Eichen fiel die Wahl auf Traubeneichen statt Stieleichen, da diese besser mit höheren Temperaturen und geringeren Niederschlägen zurechtkommen. Eichen entwickeln eine tiefe Pfahlwurzel und können so auch in trockenen Phasen Wasser aus tieferen Bodenschichten erschließen. Zudem gelten sie als robust und können selbst nach starkem Insektenfraß erneut austreiben.
Auch der Esskastanie wird ein hohes Anpassungspotenzial an den Klimawandel zugesprochen. Sie ist wärme- und lichtliebend, bildet ebenfalls eine Pfahlwurzel und trägt bereits nach zehn bis fünfzehn Jahren Früchte. Ihre Blüten bieten zudem Nahrung für Insekten. Revierförster Herrmann verwies darauf, dass die schnelle Entwicklung der Kastanien den Kindern ermöglichen soll, ihre Geburtsbäume vergleichsweise früh als größere, fruchttragende Bäume zu erleben.
Weitere Pflanzungen für das Jahr 2025 geplant
Die Geburtsbäume für das Jahr 2025 sollen im Laufe des Jahres 2026 gepflanzt werden. Erster Stadtrat Oliver Steidl kündigte an, dass die Umsetzung entweder im Frühjahr oder im Herbst erfolgen soll. Der genaue Zeitpunkt hängt nach seinen Angaben von den verfügbaren Kapazitäten des beauftragten Forstunternehmens ab.
















