In Seligenstadt haben unbekannte Täter in den vergangenen Tagen erneut öffentliche Plätze verwüstet. Betroffen waren mehrere Mülleimer im Bereich der Bleiche sowie an der Bushaltestelle am Netto-Markt in Froschhausen. Nach Angaben der Stadt wurden die Abfallbehälter gewaltsam aufgebrochen, geleert und der Müll großflächig verteilt.
Besonders betroffen ist die Bleiche, ein stark genutzter Bereich für Spaziergänger und Familien. Dort wurden mehrere Mülleimer trotz vorhandener Sicherung mit sogenannten Natoschlössern aufgebrochen. Die Täter lösten die Behälter nach Angaben der Stadt vollständig aus ihrer Verankerung, entleerten sie und stellten sie anschließend neben den Standorten ab.
Müllspur zog sich bis zur Unterführung
Der Abfall blieb dabei nicht nur an den Mülleimern liegen. Nach Angaben von Anwohnern und städtischen Mitarbeitern zog sich die Spur der Vermüllung bis zur Unterführung an der Kapellenstraße auf Höhe der Konrad-Adenauer-Schule. Erster Stadtrat Oliver Steidl erklärte: „Das ist nicht nur ärgerlich, sondern verursacht auch erheblichen Mehraufwand für die Reinigungskräfte. Die Beseitigung der Verschmutzungen ist zeitintensiv und bindet Personal.“
Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich auch in Froschhausen. Dort wurde an der Bushaltestelle nahe dem Netto-Markt ebenfalls ein kompletter Mülleimer entleert und der Inhalt im Umfeld verteilt. Nach Einschätzung der Stadt ist das an stark frequentierten Orten nicht nur ein optisches Problem, sondern kann auch hygienische und sicherheitsrelevante Folgen haben.
Stadt prüft weitere Maßnahmen
Wer hinter den Sachbeschädigungen steckt und welches Motiv dahintersteht, ist bislang unklar. Die Stadt nennt als mögliche Hintergründe gezielten Vandalismus, mutwillige Zerstörung aus Langeweile oder auch eine Form von Protest. Die Polizei wurde eingeschaltet, Hinweise auf die Verantwortlichen liegen derzeit jedoch nicht vor.
Die Stadt appelliert deshalb an die Bevölkerung, verdächtige Beobachtungen zu melden. Zugleich wird geprüft, ob zusätzliche Sicherungen oder verstärkte Kontrollen notwendig sind, um weitere Schäden zu verhindern.
Für die Stadt steht fest, dass es sich nicht um harmlose Vorfälle handelt. Die wiederholten Beschädigungen verursachen nicht nur zusätzliche Arbeit, sondern auch Kosten für Reinigung und Reparatur.
















