Am Mittwochmorgen hat ein brennendes Elektrofahrzeug in Seligenstadt einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst und laut ersten Schätzungen der Polizei einen Sachschaden von rund 125.000 Euro verursacht. Das Feuer in der Zellhäuser Straße griff auf ein benachbartes Wohnmobil sowie den Dachstuhl eines Wohnhauses über. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand, da die betroffenen Bewohner das Gebäude rechtzeitig verlassen konnten.
Löscharbeiten am Dachstuhl verhindern vollständiges Übergreifen
Nachdem der Notruf gegen 8:30 Uhr eingegangen war, trafen die Einsatzkräfte auf das Elektroauto und den Wohnanhänger, die im Vorgarten bereits in Vollbrand standen. Die Flammen hatten zu diesem Zeitpunkt auch den Dachstuhl des angrenzenden Wohnhauses erreicht. Um den Brand dort gezielt zu bekämpfen, mussten die Feuerwehrleute das Dach teilweise abdecken. Der erfolgreiche Löschangriff im Dachbereich erfolgte über eine Drehleiter. Wie die Polizei in ihrer ersten Bilanz mitteilte, konnte durch dieses schnelle Eingreifen der Brandbekämpfer letztlich verhindert werden, dass die Flammen komplett auf das Wohnhaus übergriffen. Die weithin sichtbare Rauchwolke war für die anrückenden Kräfte schon auf der Anfahrt über der Stadt zu erkennen.
Dreifaches Gefahrenpotenzial und extreme körperliche Belastung
Der Einsatzleiter der Feuerwehr Seligenstadt, Alexander Zöller, beschrieb die komplexe Ausgangslage gegenüber 5VISION.NEWS vor Ort: „Das Gefahrenpotenzial war dreigeteilt: Elektrofahrzeug, Wohnmobil, Wohnhaus“. Erschwerend kam hinzu, dass sich in dem brennenden Freizeitgefährt Gasflaschen befanden. Um eine erneute Entzündung auszuschließen, musste die Feuerwehr die Batterie des zerstörten Elektroautos im Nachgang für über eine Stunde mit Wasser kühlen. Zöller betonte, dass die umgehende Meldung des Feuers eine noch dramatischere Entwicklung verhindert habe. Die hohen sommerlichen Temperaturen verlangten den Einsatzkräften, die unter schwerem Atemschutz arbeiten mussten, physisch enorm viel ab. Der Einsatzleiter verwies in diesem Zusammenhang auf die derzeit ohnehin kräftezehrende Lage für die örtliche Feuerwehr, die momentan täglich ein bis zwei Einsätze abarbeiten muss.
Kriminalpolizei übernimmt Ermittlungen zur bislang unklaren Brandursache
Weshalb das geparkte Fahrzeug in Brand geriet, ist derzeit noch völlig unklar. Die Brandursachenermittler der Kriminalpolizei haben die Arbeit aufgenommen und prüfen nun die genauen Umstände, die zu dem Feuer geführt haben. Zur Aufklärung des Sachverhalts bitten die Beamten mögliche Zeugen um Mithilfe. Personen, die am Vormittag rund um den Tatort sachdienliche Beobachtungen gemacht haben, können sich unter der Rufnummer 069 8098-1234 mit den Ermittlern in Verbindung setzen.
















