Auf der gesamten Ortsdurchfahrt im Seligenstädter Stadtteil Froschhausen gilt ab sofort eine zulässige Höchstgeschwindigkeit von 30 Kilometern pro Stunde. Wie die Straßenverkehrsbehörde der Einhardstadt Seligenstadt mitteilt, wurde die reduzierte Fahrgeschwindigkeit zum Schutz der Wohnbevölkerung vor Verkehrslärm veranlasst. Die Landesbehörde Hessen Mobil hat die Vorgabe nun vor Ort umgesetzt, nachdem der entsprechende Auftrag von städtischer Seite bereits am 12. März erteilt worden war.
Bestimmung der Lärmbelastung belegt Überschreitung der Grenzwerte
Hintergrund der neuen Geschwindigkeitsbeschränkung sind die Ergebnisse einer Untersuchung im Rahmen des Lärmaktionsplans Hessen. Die Behörde Hessen Mobil hatte in diesem Zuge die örtliche Lärmbelastung entlang der Strecke in Froschhausen bestimmt. Da diese Erhebung eine Überschreitung der zulässigen Grenzwerte aufzeigte, wurde eine behördliche Prüfung lärmreduzierender Maßnahmen erforderlich. Als Resultat dieses Verfahrens erfolgte nun die Anordnung zur generellen Drosselung der Geschwindigkeit innerhalb der geschlossenen Ortschaft.
Bestehende Vorfahrtsregel auf der Landesstraße bleibt erhalten
Bei der neuen Streckenregelung handelt es sich um eine normale Geschwindigkeitsanordnung und ausdrücklich nicht um die Einrichtung einer sogenannten Tempo-30-Zone. Nach den rechtlichen Vorschriften hätte die Ausweisung einer Zone zur Folge, dass an sämtlichen Kreuzungen und Einmündungen zwingend die Vorfahrtsregel rechts vor links gelten müsste. Da eine solche Vorfahrtsregelung auf einer Landesstraße nicht zulässig ist, behält die Ortsdurchfahrt in Froschhausen ihren bisherigen Status als Vorfahrtsstraße unverändert bei.
Langjähriges Anliegen der Froschhäuser Bevölkerung ist erfüllt
Erster Stadtrat Oliver Steidl sieht in der Realisierung der Maßnahme die Erfüllung eines lang gehegten Anliegens aus dem Ortsteil. „Ich freue mich, dass wir nun endlich dem wiederholt formulierten Wunsch der Froschhäuser Bürgerschaft entsprechen konnten. Die Stadtverordnetenversammlung beschäftigt die Umsetzung der Verkehrsberuhigung seit vielen Jahren. Es war ein langer Weg, der aber letztlich zu einem guten Ergebnis geführt hat“, sagte der Erste Stadtrat.
















