Die Stadt Seligenstadt blickt mit Sorge auf die kommenden Tage und rechnet mit einem stark ansteigenden Wasserverbrauch im Stadtgebiet. Aufgrund der anhaltenden hochsommerlichen Temperaturen und der anstehenden Rückkehr vieler Urlauber aus den Sommerferien befürchten die Verantwortlichen einen massiven Kapazitätsengpass, der im äußersten Fall zu einem städtischen Trinkwassernotstand führen könnte.
Rückkehr der Urlauber belastet das städtische Versorgungsnetz
Momentan verzeichnen die örtlichen Behörden noch eine reguläre Abnahmemenge beim Trinkwasser. Nach Angaben der Stadtverwaltung weisen auch die Speicher des Zweckverbands Wasserversorgung Stadt und Kreis Offenbach aktuell ein konstantes Niveau auf. Für die nahe Zukunft prognostizieren die Fachleute jedoch eine drastische Veränderung der Lage. Da sich die hessischen Sommerferien dem Ende zuneigen, werden zahlreiche Familien an ihren Wohnort zurückerwartet. In Kombination mit den vorhergesagten hohen Außentemperaturen rechnen die Behörden mit einem deutlichen Anstieg des Wasserbedarfs. Diese Entwicklung könnte in der Folge dazu führen, dass die Aufbereitungsanlagen des regionalen Zweckverbands ihr absolutes Limit erreichen.
Verwaltungschef richtet dringenden Appell an die Bevölkerung
Um eine Überlastung der städtischen Versorgungsinfrastruktur abzuwenden, wendet sich die Kommune direkt an die Einwohnerschaft. Bürgermeister Dr. Daniell Bastian bittet die Menschen in Seligenstadt um aktive Mithilfe: „Daher appelliere ich an die Seligenstädter Bürgerinnen und Bürger, bitte gehen Sie sorgsam mit der Ressource Wasser um. Ein eventueller Trinkwassernotstand gilt es unbedingt zu vermeiden. Ich bedanke mich sehr herzlich für Ihre Unterstützung zum Wohler aller“.
Strikte Vorgaben für den privaten Umgang mit Leitungswasser
Um den Gesamtverbrauch kurzfristig spürbar zu drosseln, hat die Verwaltung konkrete Verhaltensregeln für den Alltag aufgestellt. Die Bürgerinnen und Bürger sind dazu aufgerufen, sauberes Trinkwasser fortan ausschließlich für zwingend notwendige Zwecke zu nutzen. Die Bewässerung von heimischen Gärten soll auf höchstens zwei Durchgänge pro Woche begrenzt werden, während das Sprengen von Rasenflächen ab sofort gänzlich unterbleiben soll. Darüber hinaus fordert die Stadt dazu auf, auf die private Wäsche sämtlicher Fahrzeuge zu verzichten. Das Säubern von Terrassen, Hauswänden, Dächern, Wegen und Hofflächen mit dem Wasserschlauch soll möglichst ebenso unterlassen werden wie das Abspritzen von Maschinen oder baulichen Anlagen. Ferner ruft die Kommunalverwaltung dazu auf, das Befüllen und Nachfüllen von privaten Schwimmbecken, Zisternen oder sonstigen Speichern mit frischem Trinkwasser einzustellen.
















