Mehrere Notrufe über Schussgeräusche haben am Sonntagabend einen größeren Polizeieinsatz in Seligenstadt ausgelöst. Anwohner der Berliner Straße meldeten Zeugen zufolge Schüsse aus einer größeren Personengruppe heraus. Die Ermittler gehen derzeit davon aus, dass es sich bei den Verursachern um eine Hochzeitsgesellschaft handelte, und stellten am mutmaßlichen Tatort Hülsen von Schreckschussmunition sicher.
Streifen stellen Hülsen von Schreckschussmunition sicher
Gegen 21.40 Uhr alarmierten Zeugen die Einsatzkräfte und berichteten von Schüssen, die aus einer Gruppe mit mehreren Fahrzeugen abgegeben worden seien. Noch während der Anfahrt gelang es den Beamten, ein Auto anhand eines vorab durchgegebenen Teilkennzeichens zu identifizieren und einer Kontrolle zu unterziehen. An der Berliner Straße selbst trafen die Polizisten jedoch keine offenkundig beteiligten Personen mehr an. Bei der anschließenden Durchsuchung des betroffenen Bereichs entdeckten die Einsatzkräfte lediglich mehrere abgeschossene Hülsen von Schreckschussmunition. Die dazugehörige Waffe blieb unauffindbar, zudem stellten die Beamten nach eigenen Angaben keinerlei Sachbeschädigungen in der näheren Umgebung fest.
Feiergesellschaft teilt sich in Seligenstadt auf
Nach dem aktuellen Stand der Ermittlungen rechnen die Behörden den Vorfall einer Hochzeitsgesellschaft zu, deren Feier zuvor mutmaßlich in Hanau stattgefunden hatte. Übereinstimmenden Aussagen von Anwohnern sowie den Insassen des kontrollierten Wagens zufolge löste sich der Konvoi in Seligenstadt auf. Die Gruppe, die insgesamt aus rund 30 Personen und zehn bis 15 Autos bestanden haben soll, verließ den Ort demnach in verschiedene Richtungen. Um den genauen Hergang zu rekonstruieren, bittet die Polizeistation Seligenstadt nun um Mithilfe aus der Bevölkerung. Personen, die nähere Angaben zu den beteiligten Fahrzeugen oder den Mitgliedern der Gruppe machen können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 06182 8930-0 zu melden.
















