Seligenstadts Haushalte sollen ab Jahresbeginn 2026 weniger für die Abfallentsorgung zahlen. Die Stadtverordnetenversammlung hat die Senkung der Abfallgebühren beschlossen. Grundlage dafür sind gestiegene Einnahmen aus dem Verkauf von Altpapier, die den Gebührenhaushalt entlasten. Laut Stadt bedeutet der Preisanstieg auf dem Papiermarkt, dass die positiven Entwicklungen direkt an die Bürgerinnen und Bürger weitergegeben werden können.
Kostensteigerungen bei der Bauschuttentsorgung
Parallel zur Entlastung beim Rest- und Biomüll werden die bislang kostenfreien Mengen an Bauschutt künftig nicht mehr ohne Gebühr angenommen. Die Stadt begründet dies mit deutlich gestiegenen Entsorgungskosten. Ab dem 1. Januar 2026 gelten für die Abgabe am Wertstoffhof folgende Preise:
- bis 0,5 Kubikmeter: 4 Euro
- von 0,5 bis 1 Kubikmeter: 8 Euro
Die bisher übliche kostenlose Annahme von täglich bis zu fünf Eimern Bauschutt entfällt damit vollständig.
Neue Zusatzgebühren für Biomüllgefäße
Auch beim Tausch von Biotonnen mit Filterdeckel gibt es Änderungen. Wegen gestiegener Material- und Beschaffungskosten erhebt die Stadt ab 2026 eine einmalige Zusatzgebühr. Sie beträgt:
- 30 Euro für 80- und 120-Liter-Gefäße
- 45 Euro für 240-Liter-Gefäße
Die speziellen Deckel sollen weiterhin helfen, Gerüche zu reduzieren und die Nutzung der Biotonnen zu erleichtern. Die neuen Gebühren sollen sicherstellen, dass das Angebot dauerhaft verfügbar bleibt.
Stadt betont wirtschaftliche Notwendigkeit
Erster Stadtrat Oliver Steidl bewertet die Kombination aus Entlastung und Anpassungen als ausgewogen: „Ich freue mich, dass wir die Abfallgebühren zum neuen Jahr senken können. Gleichzeitig sind die Anpassungen bei Bauschutt- und Biomüllgefäßen wichtige Schritte, um die Entsorgung langfristig wirtschaftlich und umweltgerecht zu gestalten.“
















