In Seligenstadt sollen Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste während ihrer Schichten künftig schneller an ihre Verpflegung kommen. Dafür haben die Stadtverwaltung, der örtliche Gewerbeverein sowie die Stadtmarketing-Gesellschaft gemeinsam die Aktion „Rettungsgasse an der Kasse“ ins Leben gerufen. Ziel der Initiative ist es, die Kundschaft im Einzelhandel dazu zu bewegen, den diensthabenden Helfern beim Bezahlen den Vortritt zu lassen.
Hinweisschilder werben um Rücksichtnahme beim Bezahlen
An der Kampagne beteiligen sich nach Angaben der Initiatoren bereits etliche Bäckereien, Metzgereien und Gastronomiebetriebe im Stadtgebiet. Um die Bürgerinnen und Bürger auf das Anliegen aufmerksam zu machen, platzieren die teilnehmenden Geschäfte ab sofort spezielle Aufsteller im Kassenbereich. Darauf werden die Käufer mit der direkten Aufforderung konfrontiert, den Kräften im Dienst den Vorrang einzuräumen. Hintergrund der Aktion ist die knappe Zeit, die den Einsatzkräften während ihrer Schichten für Pausen und die eigene Versorgung zur Verfügung steht. Durch das Vorlassen in der Warteschlange soll nicht nur wertvolle Zeit gespart, sondern auch Respekt für die Arbeit der Allgemeinheit ausgedrückt werden.
Vertreter der Stadt und Wirtschaft betonen den Alltagsnutzen
Die Verantwortlichen der Stadt erhoffen sich durch das Projekt eine spürbare Entlastung für die Helfer. Bürgermeister Dr. Daniell Bastian ordnet das Vorhaben wie folgt ein: „Mit der Kampagne möchten wir die Menschen dazu ermuntern, unseren Einsatzkräften auch im Alltag mit Aufmerksamkeit zu begegnen. Ein einfaches Vorlassen an der Kasse macht im oft stressigen Dienst einen echten Unterschied.“
Der Erste Stadtrat Oliver Steidl verweist auf die ständige Alarmbereitschaft der Betroffenen: „Unsere Retter müssen jederzeit abrufbereit sein. Wenn ein Alarm eingeht, zählt für sie jede Minute. Die Rücksichtnahme der Kundschaft schenkt ihnen im Alltag wertvolle Zeit und zeigt gleichzeitig die große Wertschätzung der Bürgerinnen und Bürger für diesen unverzichtbaren Dienst an der Gemeinschaft.“
Auch vonseiten der Gewerbetreibenden und des Stadtmarketings gibt es Rückhalt für die Umsetzung. Silke Göbel, Assistenz der Geschäftsführung der örtlichen Marketinggesellschaft, und Wolfgang Reuter, Vorstandssprecher des Gewerbevereins, erklärten zu dem Start: „Wir danken allen teilnehmenden Betrieben, die die Aufsteller gut sichtbar an ihren Theken platzieren und diese Aktion unterstützen“.
















