Weil immer wieder Müll und andere Abfälle in den öffentlichen Laubkörben landen, ziehen die Stadtwerke Rodgau Konsequenzen. An mehreren betroffenen Standorten werden die Sammelbehälter entfernt. Der kostenlose Service zur Laubentsorgung kann dort vorerst nicht fortgeführt werden. Nach Angaben der Stadt wird geprüft, ob die abgezogenen Körbe an anderen Stellen im Stadtgebiet wieder aufgestellt werden können.
Die großen Gitterbehälter sollen im Herbst dabei helfen, Gehwege und Straßen von herabgefallenen Blättern freizuhalten. Vorgesehen sind sie ausschließlich für Laub. Doch auch in diesem Jahr wurden die Körbe wiederholt zweckentfremdet. Neben Blättern fanden sich darin unter anderem Verpackungen, Plastikflaschen, Restmüll, Äste und größere Mengen anderer Gartenabfälle. Bilder der Stadt zeigen, dass teilweise sogar sperrige Gegenstände zwischen dem Laub entsorgt wurden.
Falsche Befüllung verursacht Schäden und zusätzliche Kosten
Die unerlaubten Abfälle erschweren nicht nur die Leerung der Sammelbehälter. Sie können auch die eingesetzten Laubsauger beschädigen und dadurch kostspielige Reparaturen erforderlich machen. Größere Äste und andere sperrige Gartenabfälle führen zudem dazu, dass die Maschinen das Laub nicht mehr vollständig aufnehmen können.
Ein weiteres Problem entsteht bei der anschließenden Entsorgung. Während reines Laub auf einer Kompostierungsanlage verwertet werden kann, ist dies bei verunreinigtem Material nicht möglich. Das mit Fremdstoffen vermischte und aufgesaugte Laub muss stattdessen als Restmüll verbrannt werden. Damit geht auch der ursprüngliche Zweck der getrennten Laubsammlung verloren.
Die Stadtwerke sehen sich deshalb gezwungen, die Laubkörbe an den betroffenen Standorten abzuziehen. Ob und wo die Behälter künftig erneut aufgestellt werden, soll noch geprüft werden. An den übrigen Standorten bleibt das Angebot bestehen.
Die Stadt Rodgau appelliert an die Bevölkerung, die Laubkörbe ausschließlich für ihren vorgesehenen Zweck zu nutzen. Nur wenn die Behälter frei von Müll und sonstigen Gartenabfällen bleiben, könne der kostenlose Service auch künftig angeboten werden.















