Eine weithin sichtbare Rauchwolke über Langen hat am Dienstagnachmittag eine Vielzahl von Notrufen bei der zuständigen Leitstelle ausgelöst. Im Bereich der Frankfurter Straße war eine Gartenhütte in Brand geraten. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte hatte das Feuer bereits auf die angrenzende Bepflanzung übergegriffen. Da die Vegetation infolge der wochenlangen Hitzeperiode stark ausgetrocknet war, bestand die unmittelbare Gefahr, dass sich die Flammen rasch auf weitere Hütten in der Umgebung ausbreiten könnten.
Einsatzkräfte bekämpfen die Flammen mit drei Atemschutztrupps gleichzeitig
Dank der frühen Branderkennung und der schnellen Alarmierung konnten die Rettungskräfte zügig eingreifen. Um eine weitere Ausdehnung des Feuers zu unterbinden, gingen drei Trupps unter schwerem Atemschutz parallel gegen den Brand vor. Nach Angaben der Feuerwehr verhinderte dieser zeitgleiche Löschangriff ein massives Ausbreiten der Flammen. In der Folge ließ auch die starke Rauchentwicklung spürbar nach.
Gefährliche Baustoffe erfordern den Einsatz von Löschschaum und Wassertransport
Im Verlauf der Löscharbeiten kamen im Bereich der Hütte asbesthaltige Baumaterialien zum Vorschein. Um zu verhindern, dass sich gesundheitsgefährdende Fasern in der Luft verteilen, setzten die Brandschützer spezielles Schaummittel ein. Die kontinuierliche Versorgung mit Löschwasser stellte die Feuerwehr über einen Pendelverkehr sicher, bei dem zwei Löschfahrzeuge das Wasser abwechselnd zur Einsatzstelle transportierten. Unterstützung erhielten die Langener Einsatzkräfte dabei von der Feuerwehr aus Dreieich, die mit einem Tanklöschfahrzeug angerückt war.
Umfangreiche Hygienemaßnahmen für das beteiligte Personal nach dem Einsatz
Der Verdacht auf asbesthaltige Materialien machte im Rahmen des Einsatzes strikte Schutzvorkehrungen erforderlich. Sowohl direkt an der Einsatzstelle als auch im Nachgang auf der örtlichen Feuerwache folgten weitreichende Hygienemaßnahmen für das Personal. Insgesamt befanden sich knapp 35 Feuerwehrleute für etwa zwei Stunden vor Ort im Einsatz. Neben den Brandschützern waren auch die Polizei sowie die Besatzung eines Rettungswagens in das Geschehen eingebunden.
















